Rio Tinto Aktie: Projektstopp
Rio Tinto muss die Arbeiten am Simandou-Eisenerzprojekt in Guinea vorerst anhalten. Auslöser ist ein tödlicher Unfall mit einem Vertragsarbeiter am Wochenende. Das Ereignis trifft den Konzern ausgerechnet wenige Tage vor der Vorlage der Jahreszahlen.
Unfall am SimFer-Standort
Das Unternehmen bestätigte, dass am Samstag ein Vertragsarbeiter nach einem Vorfall am SimFer-Minenstandort ums Leben kam, der zum Simandou-Projekt gehört. Daraufhin setzte Rio Tinto sämtliche Arbeiten und Aktivitäten vor Ort aus. Eine Untersuchung läuft.
CEO Simon Trott sprach den Angehörigen sein Beileid aus und kündigte an, diese Woche nach Guinea zu reisen, um das Team zu unterstützen und die Reaktion zu begleiten. In der Mitteilung betonte er, Sicherheit habe oberste Priorität und man wolle aus dem Vorfall lernen.
Simandou gilt als eines der bedeutendsten, bislang unerschlossenen hochwertigen Eisenerzvorkommen. Entsprechend ist jede Unterbrechung bei einem zentralen Wachstumsprojekt für Investoren relevant.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Was passiert ist: Arbeiten am Simandou-Projekt (SimFer) nach tödlichem Unfall ausgesetzt
- Wann: Unfall am Samstag
- Kursreaktion: Aktie in London am Morgen rund 1,5% schwächer
- Nächster Termin: Jahreszahlen 2025 am Donnerstag
- Status: Stopp bis zum Abschluss der Untersuchung
Börse reagiert vor den Zahlen
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Der Markt nahm die Nachricht zunächst negativ auf. Besonders sensibel ist das Timing, weil am Donnerstag die Ergebnisse für 2025 anstehen.
Entsprechend dürfte die Telefonkonferenz nicht nur um Kennzahlen kreisen. Anleger werden auch wissen wollen, wie sich der Stopp auf den Zeitplan von Simandou auswirkt und welche konkreten Schlüsse Rio Tinto bei Sicherheitsprozessen zieht – gerade weil das Projekt zuletzt bereits wegen Fragen zu Sicherheit und Aufsicht unter genauerer Beobachtung stand.
Strategischer Hintergrund: Fokus zurück auf Umsetzung
Der Projektstopp folgt auf eine unruhige Phase für die Aktie Anfang des Monats, nachdem Gespräche über eine mögliche Fusion mit Glencore platzten. Am 6. Februar teilte Rio Tinto mit, man verfolge den Deal nicht weiter, da er aus Sicht des Unternehmens keinen ausreichenden Mehrwert für Aktionäre liefern würde.
Nun rückt die operative Umsetzung wieder in den Vordergrund. Simandou ist ein Gemeinschaftsprojekt mit einem chinesischen Konsortium und der Regierung Guineas – ein Setup, das zusätzliche logistische und politische Komplexität in Planung, Betrieb und Sicherheitsmanagement bringt.
Bis Donnerstag dürfte vor allem eines entscheidend sein: ob Rio Tinto bereits bei der Zahlenvorlage Hinweise geben kann, wie lange die Unterbrechung voraussichtlich dauert und ob in Guinea mit regulatorischen Folgen zu rechnen ist, die den engen Entwicklungszeitplan von Simandou weiter belasten könnten.
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