Rio Tinto hat die Fusionsgespräche mit Glencore beendet – und der Markt honoriert genau das. In Australien kletterte der Kurs heute auf ein neues Allzeithoch. Offenbar gefällt Anlegern der Kurs der Eigenständigkeit besser als ein komplizierter Mega-Deal.

Mega-Fusion vom Tisch

Am Freitag bestätigte Rio Tinto, die Gespräche über einen Zusammenschluss mit Glencore abgebrochen zu haben. Berichten zufolge scheiterten die Verhandlungen an Differenzen bei Bewertung und Kontrolle: Glencore soll einen Anteil von 40% am kombinierten Konzern gefordert haben, während Rio Tinto den verlangten Aufschlag nicht zahlen wollte.

Unter britischen Übernahmeregeln darf Rio Tinto Glencore nun mindestens sechs Monate lang nicht erneut ansprechen.

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Produktion liefert Rückenwind

Neben der M&A-Nachricht stützt die operative Entwicklung die Stimmung. Die Ende Januar veröffentlichten Zahlen zum vierten Quartal zeigten mehrere Produktionsrekorde und Fortschritte:

  • Eisenerz: Quartals-Rekord bei den Auslieferungen; 2025 insgesamt 326,2 Mio. Tonnen (plus 7%)
  • Kupfer: Produktion 2025 +11% auf 883.000 Tonnen; im vierten Quartal +5%
  • Dividende: laufende Rendite auf Vergangenheitsbasis bei rund 3,7%

Analysten: Rückenwind – aber auch Premium-Bewertung

JP Morgan bleibt bei „Overweight“ und nennt ein Kursziel von 75 Pfund für die in London notierte Aktie. Die Bank sieht in der eigenständigen Strategie die bessere Wertschöpfung und verweist auf den Plan, die Kupferproduktion bis 2028 auf 1 Mio. Tonnen und bis 2035 auf 1,6 Mio. Tonnen zu steigern.

Morningstar bremst dagegen etwas: Dort liegt der Fair-Value-Schätzwert bei 125 AUD – und damit klar unter dem heutigen Niveau. Der jüngste Optimismus sei aus dieser Sicht bereits mit einem deutlichen Aufschlag eingepreist.

Zum Wochenstart setzte die Aktie in Sydney bei 160,32 AUD ein Ausrufezeichen. Als nächstes richtet sich der Blick auf den Handel in London – und darauf, ob der Rückenwind aus Australien auch dort trägt, während Kupferpreise nahe 5,70 US-Dollar je Pfund liegen.

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