Rio Tinto Aktie: Projekt nach Tragödie gestoppt
Die Aktie des Bergbaukonzerns notiert in Schlagdistanz zum Allzeithoch, doch ein Schatten fällt auf das prestigeträchtige Simandou-Projekt in Guinea. Nach einem tödlichen Arbeitsunfall musste Rio Tinto den Betrieb an seinem wichtigsten Wachstumsprojekt vorerst einstellen. Während CEO Simon Trott zur Krisenbewältigung nach Westafrika reist, stellt sich die Frage: Bekommt der Konzern die Sicherheitslage in den Griff oder drohen bei diesem Milliardenvorhaben weitere Verzögerungen?
Sicherheitsbilanz im Fokus
Am 14. Februar ereignete sich auf der SimFer-Minenanlage ein schwerwiegender Zwischenfall, bei dem ein Vertragsarbeiter ums Leben kam. Rio Tinto reagierte umgehend und setzte die operativen Tätigkeiten bis zum Abschluss der Untersuchungen aus. Konzernchef Simon Trott betonte in einer ersten Stellungnahme die Priorität der Arbeitssicherheit und kündigte an, noch in dieser Woche vor Ort mit den Teams und Behörden zusammenzutreffen, um den Vorfall lückenlos aufzuklären.
Der Unfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitsherausforderungen bei der Erschließung des riesigen Eisenerzvorkommens. Berichten zufolge sind seit Beginn der Bauarbeiten an der zugehörigen Eisenbahninfrastruktur und den Minen bereits mindestens 18 Arbeiter ums Leben gekommen. Das Joint Venture, an dem Rio Tinto 53 Prozent hält, ist für die Zukunftsstrategie des Unternehmens von zentraler Bedeutung: Bei voller Auslastung sollen von hier jährlich bis zu 120 Millionen Tonnen hochwertiges Eisenerz verschifft werden.
Bären ziehen sich zurück
Trotz der operativen Rückschläge zeigt sich die Marktstimmung für die Aktie überraschend robust. Ein deutliches Indiz hierfür ist der Rückgang der Leerverkaufspositionen. Zum Ende des Januars fiel das Short Interest um 15,5 Prozent auf rund 12,4 Millionen Aktien. Aktuell wetten Spekulanten nur noch mit etwa einem Prozent der ausstehenden Aktien auf fallende Kurse. Dies deutet darauf hin, dass die Skepsis vieler Marktteilnehmer abnimmt und sie derzeit kein größeres Abwärtspotenzial sehen.
Institutionelle Anleger positionieren sich
Auch bei den Großinvestoren ist Bewegung im Aktionariat erkennbar. Während Fisher Asset Management seine Position im vierten Quartal moderat ausbaute, stach besonders Arrowstreet Capital hervor: Der Fonds erhöhte seinen Anteil massiv um über 170 Prozent auf knapp 3,9 Millionen Aktien. Solche Zukäufe signalisieren oft ein langfristiges Vertrauen in die fundamentale Entwicklung, ungeachtet kurzfristiger Störfeuer.
Die Analystengemeinde bleibt indes gespalten. Während Häuser wie HSBC und Morgan Stanley zuletzt vorsichtiger wurden und ihre Bewertungen auf "Hold" bzw. "Equal Weight" senkten, sehen andere Experten weiteres Potenzial. Die Aktie selbst zeigte sich am Montag unbeeindruckt und eröffnete bei über 98 Dollar, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 100,33 Dollar. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf dürfte nun sein, wie schnell die Untersuchungen in Guinea abgeschlossen werden und ob der Zeitplan für den Hochlauf der Simandou-Produktion gehalten werden kann.
Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








