Rio Tinto Aktie: Gewinnsprung reicht nicht
Rio Tinto hat für das Geschäftsjahr 2025 solide Zahlen vorgelegt – doch die Reaktion der Analysten fällt verhalten aus. Goldman Sachs stufte die Aktie des Bergbaukonzerns am 23. Februar von „Buy" auf „Neutral" herab und senkte das Kursziel von 79 auf 74 Pfund. Der Grund: Nach einem Kursanstieg von rund 60 Prozent in den vergangenen sechs Monaten sehen die Experten die Bewertung als ausgereizt an.
Kupfer glänzt, Aluminium enttäuscht
Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 25,4 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn lag bei 10,9 Milliarden Dollar. Beide Werte verfehlten die Goldman-Sachs-Prognosen von 25,9 Milliarden beziehungsweise 11,2 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür war vor allem die Aluminium-Sparte: Mit einem EBITDA von 4,4 Milliarden Dollar blieb sie rund 700 Millionen unter den Erwartungen. Die Produktionskosten für Primäraluminium in Nordamerika kletterten im Jahresvergleich um 15 Prozent.
Die Kupfer-Sparte lieferte dagegen eine starke Performance ab. Das EBITDA von 7,4 Milliarden Dollar übertraf die Schätzungen um 400 Millionen Dollar, getrieben durch hohe Fördermengen in den Minen Escondida und Bingham Canyon.
Höhere Schulden durch Investitionen
Die Nettoverschuldung stieg auf 14,4 Milliarden Dollar und lag damit deutlich über der Prognose von 12,9 Milliarden. Hintergrund sind Investitionsausgaben von 12,3 Milliarden Dollar, die unter anderem in das Simandou-Projekt flossen. Trotzdem hielt Rio Tinto an seiner Dividendenpolitik fest: 6,5 Milliarden Dollar wurden an die Aktionäre ausgeschüttet, was einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent entspricht.
Auch Morningstar äußerte sich zurückhaltend. Die Analysten bewerten die Aktie als 30 Prozent überbewertet und setzen den fairen Wert bei 125 australischen Dollar an. Zwar hätten starke Kupfer- und Aluminiumpreise schwächere Eisenerznotierungen kompensiert, doch die Bewertungsprämie sei mittlerweile zu hoch.
Ausblick mit Fragezeichen
Für 2026 bestätigte das Management die Produktions- und Investitionsziele. Goldman Sachs passte die EBITDA-Prognose dennoch leicht nach unten auf 27,1 Milliarden Dollar an – unter der Annahme, dass die Aluminiumkosten erhöht bleiben. Die Frage wird sein, ob die Kupfer-Stärke ausreicht, um die Belastungen im Aluminium-Geschäft zu kompensieren.
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