Warner Bros. Discovery Aktie: Übernahme-Deadline
Bei Warner Bros. Discovery spitzt sich ein Übernahmekrimi auf eine harte Frist zu. Zwei Bieter verfolgen dabei sehr unterschiedliche Pläne – und genau das macht die Lage für Investoren so heikel. Heute läuft eine entscheidende Verhandlungsfrist aus, die darüber bestimmt, wie es im Bieterduell weitergeht.
Paramount kontert mit höherem Angebot
Laut Berichten will Paramount Skydance ein finales Gegenangebot vorlegen: 32 US-Dollar je Aktie für die komplette Übernahme von Warner Bros. Discovery. Zuvor standen 30 US-Dollar im Raum, später informell 31 US-Dollar – daraufhin erhielt Paramount eine siebentägige Verhandlungsfrist, die Warner Bros. Discovery mit Netflix vereinbart hatte. Diese Frist endet heute, am 23. Februar 2026.
Brisant: Das erwartete Angebot soll nicht nur höher ausfallen, sondern auch finanzielle Sicherheiten enthalten, um regulatorische Hürden abzufedern. So ist demnach eine ansteigende Ausgleichszahlung von mindestens 650 Mio. US-Dollar pro Quartal nach 2026 vorgesehen, falls sich Kartellfreigaben verzögern. Zudem würde Paramount offenbar die 2,8 Mrd. US-Dollar „Breakup Fee“ übernehmen, die bei einem Ausstieg aus dem Netflix-Deal fällig wäre.
Netflix setzt auf Studio und Streaming
Netflix verfolgt einen anderen Ansatz. Die bereits im Dezember 2025 akzeptierte Vereinbarung zielt nicht auf den gesamten Konzern, sondern auf die Studio- und Streaming-Sparten. Der Deal bewertet das Angebot mit 27,75 US-Dollar je Aktie (Enterprise Value: 82,7 Mrd. US-Dollar). Die linearen TV-Sender sollen dabei in eine separate Einheit abgespalten werden.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos verteidigte die Transaktion zuletzt öffentlich. Gegenüber BBC News argumentierte er, eine Fusion mit Paramount würde sofortige Kürzungen von 6 Mrd. US-Dollar nach sich ziehen – und später weitere 16 Mrd. US-Dollar. Entscheidend für das Tauziehen: Netflix hat vertraglich das Recht, ein konkurrierendes Paramount-Angebot zu matchen, bevor Warner Bros. Discovery seine Empfehlung ändern darf.
Politik, Kartellprüfung – und wichtige Termine
Zusätzliche Unsicherheit kommt von außen. Laut BÖRSE ONLINE forderte Donald Trump zuletzt die Entlassung des Netflix-Boardmitglieds Susan Rice und drohte mit Folgen für das Geschäft. Das erhöht den politischen Druck in einer Situation, in der die Netflix-Transaktion ohnehin bereits durch eine Kartellprüfung des US-Justizministeriums läuft.
Parallel dazu stehen bei Warner Bros. Discovery bereits die nächsten Fixpunkte im Kalender: Am 26. Februar 2026 werden die Zahlen zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Und am 20. März 2026 sollen Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die strukturelle Zukunft des Unternehmens entscheiden.
Die Aktie notiert heute bei 24,49 Euro und bewegt sich damit nur leicht über dem Schlusskurs vom Freitag – der Markt wirkt angesichts der Deadline vor allem abwartend.
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