Stadler Rail setzt gleich zwei Signale in Richtung Zukunft: mehr Software – und gleichzeitig greifbare Fortschritte im Kerngeschäft mit neuen Fahrzeugen. Mit einem frischen Joint Venture für Bahn-Software und der Zulassung einer neuen Straßenbahn in Halle zeigt der Hersteller, wie ernst es ihm mit der Kombination aus „Blech und Bytes“ ist. Was steckt hinter diesem Doppel-Schritt?

Digital Labs: Software bekommt eigenes Zuhause

Am 20. Februar hat Stadler gemeinsam mit dem portugiesischen Softwarespezialisten Critical Software das Joint Venture Stadler Digital Labs (STADL) gegründet. Stadler hält 51%, Critical Software 49%. Das neue Unternehmen startet mit 100 Mitarbeitenden an den Standorten Coimbra und Lissabon – und soll innerhalb von drei Jahren auf 300 wachsen. Rogério Gomes übernimmt die Rolle des CEO.

Inhaltlich zielt STADL auf End-to-End-Lösungen rund um Bahnsoftware, Cybersecurity und digitale Produkte. Critical Software bringt dafür Erfahrung aus sicherheitskritischen Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung und Medizintechnik mit. Für Stadler ist das ein weiterer Baustein, um die eigene Position bei zunehmend softwaregetriebenen Bahnprojekten zu stärken – etwa dort, wo Automatisierung eine zentrale Rolle spielt.

TINA in Halle: Operativer Meilenstein im Fahrgastbetrieb

Parallel zur Digital-Offensive meldet Stadler einen konkreten Fortschritt im Betrieb: Die erste „kurze TINA“-Straßenbahn (Typ MGT-M) hat in Halle (Saale) die Inbetriebnahmegenehmigung für den Fahrgastbetrieb erhalten.

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Hintergrund ist ein größerer Auftrag der HAVAG: Bestellt sind insgesamt 56 TINA-Niederflurstraßenbahnen39 Fahrzeuge der 30,4 Meter langen M-Version und 17 längere XL-Fahrzeuge mit 45,4 Metern. Weitere Auslieferungen sind für 2026 geplant.

Februar bleibt liefer- und auftragsstark

Die zwei Meldungen passen in einen ohnehin aktiven Monat: Anfang Februar hatte Stadler bereits einen Rahmenvertrag im Konsortium (Kopenhagen S-Bane: 226 vollautomatisierte Züge, Volumen rund drei Milliarden Euro, plus Option) sowie einen Auftrag über 35 dieselelektrische Streckenlokomotiven für die Türkei kommuniziert.

An der Börse zeigt sich das Bild zuletzt eher ruhig: Heute notiert die Aktie bei 22,48 Euro (−0,79%). Auf 30 Tage gerechnet steht dennoch ein Plus von 5,05% zu Buche – ein Hinweis darauf, dass die jüngsten Nachrichten eher stützen als belasten.

Der nächste feste Termin für neue Einblicke folgt am 18. März 2026 mit der Veröffentlichung der Geschäftszahlen. Dann wird sich auch zeigen, wie sich die operativen Fortschritte und die strategische Digital-Erweiterung im Zahlenwerk widerspiegeln.

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