Rheinmetall liefert weiter Argumente für seine prall gefüllten Auftragsbücher. Ein neuer Rahmenvertrag mit Dänemark für Munition läuft gleich über mehrere Jahre – und die ersten Abrufe liegen bereits im dreistelligen Millionenbereich. Wie viel Rückenwind kann so ein Deal dem Titel kurzfristig geben?

Dänemark ordert Munition – Abrufe starten sofort

Dänemark hat Rheinmetall als Munitionslieferanten mit einem großvolumigen Rahmenvertrag an Bord geholt. Unterzeichnet wurde das Abkommen am 30. Januar, offiziell gemeldet hat der Konzern es gestern. Die Laufzeit: sieben Jahre. Inhaltlich geht es nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um mehrere Munitionsarten für unterschiedliche Waffensysteme.

Besonders relevant: Die ersten Abrufe sind nicht nur symbolisch, sondern finanziell spürbar. Im Bereich Mittelkalibermunition geht es um eine hohe fünfstellige Stückzahl, das Volumen liegt laut Mitteilung im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Zusätzlich umfasst der Vertrag auch Panzermunition (über 1.000 Schuss kinetische Energie-Munition im Kaliber 120 mm) sowie 155-mm-Artilleriemunition. Die dazugehörige Panzermunitionsbestellung liegt im hohen einstelligen Millionenbereich.

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Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Rahmenvertrag Dänemark: Laufzeit 7 Jahre, mehrere Munitionstypen (Mittelkaliber, Panzer-, Artilleriemunition)
  • Erste Abrufe: Mittelkaliber im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, Panzerbestandteil im hohen einstelligen Millionenbereich
  • Auftragsumfeld: In den letzten Wochen weitere Verträge und operative Meilensteine gemeldet
  • Nächster Termin: Geschäftsbericht 2025 am 11. März 2026

Auftragsserie setzt sich fort – das stützt die Narrative

Der Dänemark-Deal steht nicht isoliert. Bereits am 30. Januar meldete Rheinmetall einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit den Niederlanden zur Produktion verschiedener Handgranatentypen. Hier liegt das Volumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, die Laufzeit bei fünf Jahren plus Verlängerungsoption.

Dazu kamen im Januar weitere operative Updates: ein Bundeswehr-Systemtest der Aufklärungsdrohne LUNA NG, erste Lynx-Lieferungen an Italien aus dem Joint Venture mit Leonardo sowie eine Erweiterung eines bestehenden Bundeswehr-Rahmenvertrags für 30-mm-Munition (mehrere hundert Millionen Euro). In Summe zeichnet das ein Bild, das Anleger kennen: hohe Nachfrage – und immer neue Abrufe, die den Auftragseingang sichtbar untermauern.

An der Börse zeigt sich trotzdem: Nach dem starken Lauf wirkt der Titel kurzfristig nicht mehr so leichtfüßig. Bei 1.729,00 Euro liegt die Aktie in den letzten 7 Tagen 6,54% im Minus, bleibt aber auf 12-Monats-Sicht 125,60% im Plus. Auffällig ist zudem der hohe RSI von 83,7, der eine überhitzte Kurzfristphase signalisiert.

Im Blick bleibt nun vor allem der nächste harte Datenpunkt: Am 11. März 2026 legt Rheinmetall den Geschäftsbericht 2025 vor – dann dürfte sich zeigen, wie viel der jüngsten Auftragsmeldungen bereits in Planung und Erwartungsmanagement eingepreist ist.

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