Die Aktie von Arafura Rare Earths legt am Dienstag zu. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: In Washington beginnt ein strategischer Gipfel westlicher Industrienationen, der die globalen Lieferketten für kritische Rohstoffe neu ordnen soll. Im Fokus steht dabei die Unabhängigkeit von China – und genau hier könnte Arafura ins Spiel kommen.

An der Tradegate-Börse notiert die Aktie bei 0,147 EUR, ein Plus von 4,41 Prozent. Am Vortag hatte das Papier an der australischen Heimatbörse ASX bei 0,230 AUD geschlossen. Die positive Stimmung speist sich aus den Erwartungen rund um den Washingtoner Gipfel, bei dem Vertreter aus den USA, der EU, Großbritannien, Japan, Australien und Neuseeland zusammenkommen.

Die 12-Milliarden-Initiative

Das zentrale Thema der Zusammenkunft: der Aufbau eines 12 Milliarden Dollar schweren Lagers strategischer Rohstoffe. Das unter dem Arbeitstitel „Project Vault" laufende Vorhaben zielt darauf ab, die Dominanz Chinas bei kritischen Metallen zu brechen. Die Zahlen verdeutlichen die Dimension der Abhängigkeit: China kontrolliert rund 90 Prozent der weltweiten Seltene-Erden-Verarbeitung und 93 Prozent der Magnetproduktion.

Der Druck auf westliche Regierungen wuchs nach April 2025, als Peking die Exporte bestimmter Seltener Erden in die USA stoppte. Nun sollen innerhalb der nächsten sechs Monate Schlüsselprojekte in den Mitgliedsländern identifiziert werden – Australien wird dabei eine tragende Rolle zugeschrieben.

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Australiens strategische Position

Arafura entwickelt das Nolans-Projekt im Northern Territory nördlich von Alice Springs. Der Fokus liegt auf Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr), einem unverzichtbaren Bestandteil für Hochleistungsmagnete in Elektrofahrzeugen und Windkraftanlagen. Das bilaterale Abkommen zwischen den USA und Australien zur Zusammenarbeit bei Seltenen Erden unterstreicht die strategische Bedeutung solcher Projekte außerhalb chinesischer Kontrolle.

Am 29. Januar veröffentlichte das Unternehmen seinen Quartalsbericht. Die aktuelle Kursbewegung deutet darauf hin, dass Investoren auf konkrete Förderentscheidungen oder Finanzierungszusagen aus dem Washingtoner Treffen hoffen.

Handelspolitische Gemengelage

Der Rohstoffsektor bleibt volatil. Goldpreise testeten zuletzt historische Höchststände, und die US-Handelspolitik schwankt zwischen gezielten Zollanpassungen – etwa gegenüber Indien – und harter Linie gegenüber China. Diese restriktive Haltung erhöht die strategische Prämie für nicht-chinesische Seltene-Erden-Quellen.

Marktbeobachter richten nun ihre Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse des Gipfels. Sollten konkrete Fördermechanismen oder eine Liste „strategischer Projekte" kommuniziert werden, könnte dies australischen Produzenten wie Arafura weiteren Rückenwind geben. Die kommenden Tage dürften zeigen, ob aus politischen Absichtserklärungen handfeste Unterstützung wird.

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