Rheinmetall Aktie: Auftragsflut verpufft
Die Auftragsbücher füllen sich weiter, doch der Aktienkurs tritt auf der Stelle. Obwohl der Rüstungskonzern zum Wochenstart einen neuen Deal mit Dänemark verkündete, reagieren Anleger kaum noch euphorisch. Nach der massiven Rallye der letzten zwölf Monate stellt sich die Frage: Sind die guten Nachrichten bereits vollständig eingepreist oder wartet der Markt auf einen neuen Impuls?
Das Wichtigste in Kürze
- Neuer Auftrag: Dänemark bestellt Munition bei Rheinmetall.
- Hohe Taktung: Folgt auf einen Handgranaten-Rahmenvertrag mit den Niederlanden vom Freitag.
- Kursreaktion: Aktie notiert leicht im Minus bei ca. 1.752 Euro.
- Nächster Termin: Geschäftsbericht am 11. März 2026.
NATO-Partner füllen Lager auf
Rheinmetall bleibt der zentrale Profiteur der europäischen Aufrüstung. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, wurde ein Rahmenvertrag zur Munitionsversorgung mit Dänemark unterzeichnet. Dies unterstreicht den anhaltenden Druck der NATO-Mitgliedsstaaten, ihre Bestände zügig aufzufüllen.
Die Meldung kommt nur einen Handelstag nach einem ähnlichen Erfolg: Bereits am 30. Januar sicherte sich der Konzern einen Auftrag für Handgranaten aus den Niederlanden. Operativ läuft der Motor in Düsseldorf also auf Hochtouren, die Nachfrage reißt zu Beginn des Jahres 2026 nicht ab.
Anleger zeigen sich unbeeindruckt
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Trotz dieser operativen Erfolge bleibt die Kursfeuerwerks-Stimmung aus. Die Aktie notiert am Montag leicht schwächer bei rund 1.752,00 Euro (-0,14 %). Der Blick auf die langfristige Entwicklung erklärt die Zurückhaltung: Mit einem Plus von über 128 % in den letzten 12 Monaten haben Investoren bereits extrem viel Vorschusslorbeeren verteilt.
Der Kurs bewegt sich aktuell in einer Konsolidierungszone, hat aber mit einem Abstand von nur rund 12 % zum 52-Wochen-Hoch (1.995,00 Euro) das Rekordniveau noch immer im Blick. Dass selbst neue Aufträge den Kurs aktuell nicht treiben, werten Marktbeobachter als Zeichen dafür, dass die bloße Umsatzsteigerung mittlerweile als Selbstverständlichkeit gilt. Technisch bleibt die Lage angespannt: Ein RSI von 83,7 deutet weiterhin auf eine deutliche Überhitzung hin, was Gewinnmitnahmen auf dem aktuellen Niveau begünstigt.
Zahlenwerk im März wird entscheidend
Der Fokus des Marktes verschiebt sich nun weg von einzelnen Auftragsmeldungen hin zur Profitabilität. Am 11. März 2026 öffnet Rheinmetall die Bücher für das Geschäftsjahr 2025. Anleger werden hier genau prüfen, ob die Marge mit dem rasanten Auftragswachstum Schritt halten kann und wie schnell die neuen Kapazitäten tatsächlich hochgefahren werden. Bis zu diesem Datum dürfte der Kurs ohne überraschende Impulse in der aktuellen Bandbreite verharren.
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