Rheinmetall Aktie: Dänemark bestellt
Rheinmetall baut sein medizintechnisches Geschäft aus: Die Tochter Mobile Systeme GmbH sicherte sich Ende 2025 einen NATO-Auftrag aus Dänemark über fünf mobile Feldhospitäler im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Während klassische Waffensysteme weiterhin das Kerngeschäft dominieren, zeigt der Auftrag, dass der Düsseldorfer Konzern gezielt auch die militärmedizinische Infrastruktur als Wachstumsfeld erschließt.
Zwei Varianten für unterschiedliche Einsatzszenarien
Der dänische Verteidigungsministerium orderte drei Feldhospitäler des Typs Role 2B (Basic) sowie zwei der erweiterten Kategorie Role 2E (Enhanced). Die Basic-Variante ist vollständig containerbasiert und wird direkt auf Lkw aufgesetzt – das ermöglicht schnelle Verlegung und Einsatzfähigkeit innerhalb kürzester Zeit.
Beide Hospitaltypen können zeitlich begrenzt autark operieren. Die Systeme verfügen über eigene Strom-, Wasser- und Sauerstoffversorgung sowie militärische Sanitäreinheiten. Rheinmetall betonte, dass die medizintechnische Ausstattung in Abstimmung mit dem dänischen Kunden so gewählt wurde, dass bereits im dänischen Sanitätsdienst etablierte Geräte zum Einsatz kommen. Die Auslieferung soll innerhalb von zwei Jahren erfolgen.
Breiter aufgestellt als klassische Rüstungskonzerne
Der Dänemark-Auftrag reiht sich in eine dichte Folge neuer Bestellungen ein. Im Februar meldete Rheinmetall einen NATO-Abruf für 120mm-Panzermunition über rund 200 Millionen Euro sowie einen schwedischen Auftrag für das Seasnake-30-System mit einem Erstvolumen von 63 Millionen Euro.
Auf der Enforce Tac 2026 in Nürnberg präsentierte der Konzern zudem mehrere Neuheiten, darunter den Fuchs JAGM – laut Unternehmen weltweit das erste Fahrzeug mit 24 vertikal gestarteten AGM-179 JAGMs von Lockheed Martin. Das Management zielt für 2026 auf operative Verteidigungsumsätze von 15 bis 16 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 18 bis 20 Prozent. Der Auftragsbestand soll bis Jahresende auf rund 135 Milliarden Euro klettern.
Quartalszahlen stehen kurz bevor
Am 11. März legt Rheinmetall die vollständigen Jahreszahlen 2025 sowie einen detaillierten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr vor. Analysten erwarten einen substanziellen Aufbau des Auftragsbuches, getrieben vor allem durch deutsche Rüstungsaufträge in der ersten Jahreshälfte. Langfristig strebt der Konzern bis 2030 einen globalen Umsatz von 40 Milliarden Euro an – die Diversifizierung in militärmedizinische Infrastruktur könnte dabei eine größere Rolle spielen als bislang angenommen.
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