Die USA arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen zu verringern – und Graphite One positioniert sich hier als zentraler Akteur für eine rein amerikanische Lieferkette. Das Unternehmen hat nun eine Kapitalerhöhung über 35 Millionen Kanadische Dollar (CAD) erfolgreich abgeschlossen. Dieses frische Kapital dient als Brücke, um die geplanten Produktionsanlagen in Ohio voranzutreiben und die Voraussetzungen für potenziell milliardenschwere staatliche Kredite zu schaffen.

Fokus auf Ohio und Anodenproduktion

Die Platzierung, die ursprünglich auf ein geringeres Volumen ausgelegt war, erreichte durch die volle Ausübung der Mehrzuteilungsoption die Marke von 35 Millionen CAD. Anleger erhielten dabei Einheiten aus Aktien und Optionsscheinen (Warrants), wobei letztere künftig an der TSX Venture Exchange gehandelt werden sollen.

Mit den Nettoerlösen finanziert das Management primär Design, Engineering und Genehmigungsverfahren für die geplante Anlage für Anodenmaterialien im Nordosten Ohios. Strategisch geht es um den Aufbau einer integrierten Wertschöpfungskette: Vom Abbau des Rohstoffs im Graphite Creek Projekt in Alaska bis zur Verarbeitung zu batteriefähigem Material in Ohio. Neben Graphit untersucht das Unternehmen derzeit auch das Potenzial von Seltenen Erden in seinen Lagerstätten, wofür 2026 weitere Tests mit einem nationalen US-Labor geplant sind.

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Der 2-Milliarden-Dollar-Hebel

Die aktuelle Eigenkapitalspritze ist jedoch nur ein Baustein in einer wesentlich größeren Finanzierungsstrategie. Im Hintergrund steht die Export-Import Bank of the United States (EXIM) als potenzieller Ankerinvestor bereit. Graphite One liegen unverbindliche Absichtserklärungen (Letters of Interest) über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar vor.

Diese staatliche Unterstützung könnte rund 70 Prozent der gesamten Kapitalkosten für das Alaska-Projekt und die Fabrik in Ohio decken. Die formelle Antragstellung bei der EXIM Bank ist das zentrale Ziel für dieses Jahr, während das Unternehmen parallel Gespräche mit Geschäftsbanken über die Finanzierung der verbleibenden 30 Prozent führt.

Rohstoffmarkt unter Druck

Das Marktumfeld für Graphit bleibt herausfordernd. Die Spotpreise für batteriefähiges Graphit aus China stagnierten zuletzt auf niedrigem Niveau. Allerdings spielen geopolitische Faktoren dem Unternehmen in die Hände: Die USA haben Zölle auf chinesische Importe erhöht und arbeiten an Preissicherungsmechanismen für kritische Mineralien, um heimische Projekte wettbewerbsfähig zu machen. Diese Perspektive stützt auch den Aktienkurs, der heute bei 0,86 Euro notiert und damit ein Plus von 4,90 Prozent verzeichnet.

Für Graphite One verlagert sich der Fokus nun vollständig auf die operative Exekution. Das Jahr 2026 wird maßgeblich davon bestimmt sein, ob es dem Management gelingt, die unverbindlichen staatlichen Finanzierungszusagen in bindende Kreditverträge umzuwandeln und damit die Großproduktion abzusichern.

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