Die Aktie des Online-Apothekers zeigt sich am Dienstag fester. Grund sind gleich zwei positive Nachrichten: Ein bestätigtes Kursziel einer großen Investmentbank und eine neue strategische Partnerschaft in Österreich. Beide Entwicklungen könnten die Geschäftsdynamik des Unternehmens nachhaltig beeinflussen.

Jefferies sieht massives Potenzial

Die Investmentbank Jefferies hat ihre Einschätzung für Redcare Pharmacy bekräftigt. Analyst Martin Comtesse stuft die Aktie weiterhin mit "Buy" ein und bestätigt sein Kursziel von 150 Euro. Das entspricht einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von über 120 Prozent zum aktuellen Kursniveau.

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Die Begründung ist konkret: Comtesse verweist auf eine sich verbessernde regulatorische Lage im Online-Pharmahandel. Weniger Unsicherheit bei gesetzlichen Rahmenbedingungen dürfte die Anlegerstimmung aufhellen und dem Geschäftsmodell mehr Planungssicherheit verschaffen. Die Einschätzung steht im deutlichen Kontrast zur Volatilität, die die Branche zuletzt prägte.

Expansion in Österreich nimmt Fahrt auf

Parallel dazu verkündet Redcare Pharmacy eine Kooperation mit der Österreichischen Post. Ziel ist die Optimierung der sogenannten "letzten Meile" in der Logistik – ein entscheidender Faktor für Kundenzufriedenheit im E-Commerce.

Die Partnerschaft eröffnet den Zugang zu einem flächendeckenden Netz von Abholstationen:

  • 3.000 Standorte der Österreichischen Post (Filialen, Partner, Poststationen)
  • 1.000 Hermes Paketshops

Insgesamt stehen Kunden damit 4.000 Abholpunkte in Österreich zur Verfügung. Der Schritt signalisiert den Willen, die Infrastruktur gezielt auszubauen und die Kundenerreichbarkeit zu verbessern – unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen.

Strukturwandel spielt Online-Apotheken in die Hände

Der Zeitpunkt der Expansion ist günstig. Neue Daten zeigen, dass die Zahl der stationären Apotheken in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen ist. Dieser anhaltende Rückgang schafft eine Versorgungslücke, die zunehmend von Versandapotheken gefüllt wird.

Während klassische Apotheken unter Druck stehen, können etablierte Online-Anbieter wie Redcare Pharmacy von der resultierenden Nachfrage profitieren. Die strukturelle Verschiebung im Markt dürfte sich mittelfristig fortsetzen.

Am Dienstag reagierte der Markt positiv auf die Nachrichtenlage. Die Aktie legte im Handelsverlauf moderat zu. Die Kombination aus operativer Expansion im österreichischen Kernmarkt und der Bestätigung des langfristigen Wachstumskurses durch Analysten stützt derzeit die Kursentwicklung. Entscheidend wird sein, ob sich die prognostizierte regulatorische Entspannung tatsächlich einstellt und die neuen Logistikpartner effizient integriert werden können.

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