Redcare Pharmacy Aktie: Entscheidende Woche
Deutschlands führende Online-Apotheke steht vor einem wegweisenden Mittwoch. Am 4. März legt Redcare Pharmacy die Jahreszahlen 2025 vor – und die Märkte warten gespannt auf den Ausblick für 2026. Gleichzeitig könnte eine angekündigte Apothekenreform dem unter Druck stehenden Geschäft neuen Rückenwind verleihen.
Die Zahlen: Rx-Stärke, OTC-Schwäche
Die bereits veröffentlichten vorläufigen Q4-Daten fielen gemischt aus. Der Aktienkurs brach um rund 8 Prozent ein, nachdem der Konzernumsatz mit 794 Millionen Euro etwa 3 Prozent unter den Erwartungen lag. Der Grund: Das rezeptfreie Geschäft enttäuschte, obwohl die verschreibungspflichtigen Medikamente in Deutschland deutlich zulegten.
Das deutsche Rx-Segment wuchs im Schlussquartal um 59 Prozent auf 155 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte Redcare hier 503 Millionen Euro – mehr als die eigene Prognose von über 500 Millionen Euro versprach. Die Schwachstelle waren die Non-Rx-Kategorien: Trotz eines Anstiegs von 9 Prozent verfehlte dieser Bereich die Konsensschätzungen um rund 9 Prozent.
Das Unternehmen bestätigte seine bereinigte EBITDA-Marge von 2 bis 2,5 Prozent für 2025. Im dritten Quartal hatte die Marge bei 2,4 Prozent gelegen. Die entscheidende Frage: Konnte Redcare dieses Niveau trotz des Markteintritts von dm halten?
Reformpaket könnte Marge stützen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte auf dem Deutschen Apothekertag eine lange erwartete Apothekenreform an. Kernstück: Die Festgebühr pro Medikamentenpackung soll von 8,35 Euro auf 9,50 Euro steigen. Die Regelung soll „im Frühjahr" eingeführt werden.
Für Redcare wäre das eine direkte Erlössteigerung im Rx-Geschäft. Nach einem Kursverlust von fast 49 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten käme die Vergütungserhöhung zur rechten Zeit. Allerdings gibt es politischen Gegenwind: Die SPD knüpft die Umsetzung an die finanzielle Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen.
Konkurrenzdruck nimmt zu
Neben dm, das im Dezember 2025 seinen Online-Dienst dm-med startete, plant nun auch Rossmann den Einstieg ins digitale Apothekengeschäft – und zwar mit Sitz in den Niederlanden, dem Heimatmarkt von Redcare. Die Drogerieketten setzen auf ihre etablierten Marken und Kundenbasen.
Redcare reagiert mit einer strategischen Verschiebung: Der Fokus liegt verstärkt auf verschreibungspflichtigen Medikamenten, einem Segment, in dem dm-med derzeit nicht aktiv ist. Die Rx-Erlöse stiegen im dritten Quartal 2025 bereits um über 42 Prozent auf 272 Millionen Euro.
Die Liquiditätslage ist solide. Per 30. September 2025 verfügte Redcare über 265,6 Millionen Euro an Barmitteln und kurzfristigen Finanzinvestitionen. Im April 2025 hatte das Unternehmen seine Schulden umstrukturiert und eine neue Wandelanleihe über 300 Millionen Euro bis 2032 platziert.
Mittwoch als Wendepunkt
Am 4. März werden die Anleger vor allem auf zwei Dinge achten: die Margendynamik im OTC-Geschäft und den Ausblick für 2026. Die E-Rezept-Einführung in Deutschland bleibt der langfristige Wachstumstreiber, während das rezeptfreie Segment dem härtesten Wettbewerb der Unternehmensgeschichte ausgesetzt ist. Die Kombination aus möglicher Gebührenerhöhung und verschärftem Konkurrenzkampf macht die Zahlen zu einem richtungsweisenden Ereignis.
Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 02. März liefert die Antwort:
Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








