Amazon steht vor einer Krise ohne Vorbild: Drohnenangriffe haben erstmals in der Geschichte des Cloud-Computing mehrere AWS-Rechenzentren physisch beschädigt. Die Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain sind nach iranischen Vergeltungsschlägen offline – mit weitreichenden Folgen für Tausende Unternehmen in der Region. Für die ohnehin angeschlagene Amazon-Aktie kommt die Eskalation zur Unzeit.

Physische Zerstörung und weitreichende Ausfälle

Die Schäden gehen weit über oberflächliche Beeinträchtigungen hinaus. Amazon Web Services bestätigte am Montagabend strukturelle Beschädigungen, unterbrochene Stromversorgung und Wasserschäden durch Löscharbeiten. In der Region ME-CENTRAL-1 in den VAE sind zwei von drei Verfügbarkeitszonen erheblich beeinträchtigt, in Bahrain ist eine Anlage betroffen.

Die Folge: erhöhte Fehlerraten und eingeschränkte Verfügbarkeit zentraler Dienste wie EC2, S3, DynamoDB und Lambda. Betroffene Unternehmen reichen von Delivery-Plattformen wie Careem über Payment-Anbieter bis hin zu Banken wie ADCB und Emirates NBD. Amazon arbeitet an softwarebasierten Wiederherstellungswegen und priorisiert Tools, die Kunden Datensicherung und Migration in andere Regionen ermöglichen.

Milliarden-Investitionen unter Beschuss

Der Vorfall rückt die massiven Tech-Investitionen im Golf in ein neues Licht. Die VAE hatten sich als regionaler KI-Hub positioniert – eine Strategie, die US-Konzerne mit Milliarden unterstützt haben. Ein Washingtoner Think Tank warnte kürzlich: Während frühere Konflikte Pipelines und Raffinerien trafen, könnten künftige Angriffe Rechenzentren und deren Energieinfrastruktur ins Visier nehmen.

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Amazon betreibt weltweit 123 Verfügbarkeitszonen in 39 Regionen, was Redundanz bietet. Doch die Angriffe werfen grundsätzliche Fragen über Konzentrationsrisiken in geopolitisch sensiblen Gebieten auf.

Turbulenter Jahresstart – schon vor der Eskalation

Die Infrastrukturkrise trifft Amazon in einer schwierigen Phase. Im Februar stürzte die Aktie um 12 Prozent ab – der schlechteste Monat seit Dezember 2022. Auslöser waren die Quartalszahlen Anfang Februar: Trotz starker Ergebnisse – 213,4 Milliarden Dollar Umsatz, AWS-Wachstum von 24 Prozent – schockierte das Unternehmen mit der Ankündigung, 2026 rund 200 Milliarden Dollar in Kapitalausgaben zu investieren. Ein Anstieg um 50 Prozent gegenüber 2025.

Der Free Cashflow brach von 32,9 auf 11,2 Milliarden Dollar ein. Anleger fragen sich zunehmend, wann sich die aggressive KI-Strategie auszahlt – Geduld ist knapp geworden.

Ausblick: Mehrfachbelastung

Die Drohnenangriffe fügen der bereits angespannten Lage eine neue Dimension hinzu. Während Öl-Tanker die Straße von Hormus kaum noch passieren und Energiepreise steigen, muss Amazon nun auch Cloud-Infrastruktur in einem Konfliktgebiet sichern. Analysten erwarten zwar für 2025 bis 2028 ein Umsatzwachstum von 12 Prozent jährlich – doch kurzfristig dürften hohe Ausgaben, geopolitische Spannungen und jetzt auch physische Sicherheitsrisiken die Aktie belasten. Die gesamte Cloud-Branche wird sich mit dieser neuen Bedrohungslage auseinandersetzen müssen.

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