Morgen liefert Redcare Pharmacy endlich die komplett geprüften Zahlen für 2025 – und vor allem den ersten Ausblick auf 2026. Genau darauf warten viele Anleger: Kommt bei den Margen endlich mehr Substanz zusammen, oder bleibt das starke Wachstum ein teures Versprechen? Der Termin ist deshalb wichtig, weil sich hier entscheidet, ob der Markt der Profitabilitätsstory wieder mehr zutraut.

Zahlen stark – aber nicht überall

Die groben Eckdaten für 2025 kennt der Markt seit Januar bereits: Der Konzernumsatz stieg auf 2,9 Milliarden Euro nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal legten die Erlöse um 18% auf 794 Millionen Euro zu.

Trotzdem war ausgerechnet das Schlussquartal ein Dämpfer. Der Umsatz lag laut Analystenschätzungen rund 3% darunter – und die Aktie reagierte damals mit einem deutlichen Rücksetzer. Der Knackpunkt: Schwächen im margenträchtigen Nicht-Rezeptgeschäft (Non-Rx) überdeckten die weiterhin gute Entwicklung bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland.

Besonders sichtbar wurde das im Non-Rx-Segment: Im vierten Quartal stiegen die Erlöse dort zwar um 9% auf 483 Millionen Euro, blieben aber etwa 9% unter den Markterwartungen. In der DACH-Region lag Non-Rx rund 10% unter Konsens, international etwa 3% darunter.

E-Rezept als Wachstumsmotor

Ganz anders das Bild bei Rezepten (Rx) in Deutschland. Hier profitiert Redcare klar vom bundesweiten Rollout des E-Rezepts und der wachsenden Akzeptanz digitaler Gesundheitsangebote. Im Gesamtjahr sprang der deutsche Rx-Umsatz um 98% auf 503 Millionen Euro (Vorjahr: 254 Millionen Euro) und übertraf damit sogar das eigene Ziel von „mehr als 500 Millionen Euro“.

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Auch im vierten Quartal blieb der Trend intakt: In Deutschland stieg Rx um 60% auf 155 Millionen Euro und lag damit leicht über den Erwartungen.

Parallel wächst die Kundenbasis. Im dritten Quartal kamen 200.000 aktive Kunden hinzu, insgesamt waren es 13,7 Millionen. Zudem verbesserte sich der Net Promoter Score im vierten Quartal auf 74 nach 72 im dritten Quartal – ein Hinweis darauf, dass die Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau bleibt.

Margen, Regulierung und Analysten – das ist der Mix für 2026

Spannend wird morgen vor allem die Profitabilität. Redcare hat das Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge 2025 bei 2% bis 2,5% bestätigt. Gleichzeitig erwarten Beobachter, dass mit den testierten Jahreszahlen erstmals eine konkrete Guidance für 2026 kommt.

Ein zusätzlicher Treiber könnte aus der Regulierung kommen: Gesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne bestätigt, die feste Apothekenvergütung für verschreibungspflichtige Medikamente anzuheben. Für Redcare wäre das besonders relevant, weil ein höherer Fixbetrag in diesem Segment die Marge direkt stützen könnte.

Bei Analysten gehen die Meinungen deutlich auseinander. Deutsche Bank (Kursziel 200 Euro) und Berenberg (165 Euro) bleiben positiv, Barclays senkte das Ziel von 130 auf 110 Euro, während UBS von „Sell“ auf „Neutral“ hochstufte und 74 Euro als Ziel nennt. Der Durchschnitt dieser Kursziele liegt laut Artikel bei rund 131,50 Euro.

Die Aktie notiert heute bei 59,00 Euro und damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief – ein Spiegel dafür, wie skeptisch der Markt die Marge bislang einpreist.

Am 4. März will Redcare neben den finalen 2025er-Zahlen auch den ersten Ausblick für 2026 liefern. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die E-Rezept-Dynamik mit sichtbaren Fortschritten bei der Marge verbinden kann – genau daran dürfte sich die Stimmung rund um die Aktie kurzfristig messen.

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