Redcare Pharmacy wächst rasant. Der Umsatz nähert sich der 3-Milliarden-Marke und das Geschäft mit E-Rezepten in Deutschland boomt regelrecht. Doch an der Börse kommt diese operative Euphorie derzeit nicht an; die Aktie notiert weit entfernt von ihren Höchstständen. Am kommenden Mittwoch, den 4. März, muss das Unternehmen nun mit den finalen Zahlen beweisen, dass dieses Wachstum auch profitabel genug ist, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Umsatzsprung durch E-Rezepte

Operativ lieferte Europas führende Online-Apotheke im Jahr 2025 starke Argumente. Mit einem vorläufigen Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro konnte das Unternehmen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr (2,4 Milliarden Euro) deutlich steigern. Allein im vierten Quartal lagen die Umsätze bei 794 Millionen Euro.

Der wichtigste Treiber für diese Entwicklung war das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) in Deutschland. Hier zahlte sich die Einführung des E-Rezepts voll aus: Die Rx-Umsätze verdoppelten sich 2025 nahezu. Auch die Kundenbasis wuchs weiter robust auf mittlerweile 13,7 Millionen aktive Nutzer.

Die Profitabilitäts-Frage

Trotz der beeindruckenden Wachstumsstory spiegelt der Aktienkurs eine tiefe Skepsis wider. Während das Papier im 52-Wochen-Hoch noch bei über 144 Euro notierte, kämpft es aktuell im Bereich von gut 60 Euro um Bodenbildung. Der massive Abschlag von über 50 Prozent zum Jahreshoch verdeutlicht, dass der Markt seine Bewertungsgrundlage für den Sektor neu justiert hat.

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Der Grund für die Zurückhaltung liegt primär in der Profitabilität. Zwar lag das bereinigte EBITDA in den ersten neun Monaten bei 44 Millionen Euro – was einer Marge von 2,1 Prozent entspricht – doch die aggressiven Investitionen in Logistik und Automatisierung belasten den Free Cashflow. Anleger stellen sich die Frage: Wie teuer ist dieses Wachstum erkauft? Die Expansion ist notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, drückt aber kurzfristig auf die Bilanz.

Regulatorik und Wettbewerb

Rückenwind verspricht die regulatorische Seite. Die veröffentlichten Entwürfe für das sogenannte PoPP-Verfahren (Proof of Patient Presence) sollen die digitale Einlösung von E-Rezepten weiter vereinfachen. Dies sichert Redcare eine nahtlose Fortführung seiner Digitalstrategie, auch wenn die volle Modernisierung der Infrastruktur erst für Ende 2026 geplant ist.

Selbst der Markteintritt des Drogerieriesen dm in den Versandhandel für rezeptfreie Medikamente sorgte zuletzt kaum für Unruhe. Der Markt reagierte gelassen auf die neue Konkurrenz, da Redcare seine Position im komplexeren und margenträchtigeren Rx-Segment durch das E-Rezept weiter festigt.

Spannung vor dem 4. März

Der entscheidende Impuls wird für den kommenden Mittwoch erwartet. Am 4. März präsentiert Redcare die geprüften Jahreszahlen und gibt detaillierten Einblick in die Margenentwicklung. Es wird zudem der erste große finanzielle Auftritt des neuen CFO Hendrik Krampe sein. Er muss dem Markt konkret aufzeigen, wie der Spagat zwischen weiterer Expansion und nachhaltiger Cashflow-Generierung in den kommenden Quartalen gelingen soll.

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