Anta Sports hat konkret. Der chinesische Sportartikelriese hat der Pinault-Familie ein Kaufangebot für deren 29-Prozent-Anteil an Puma unterbreitet. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von über 9 Prozent auf rund 24 Euro – doch die Preisvorstellungen liegen noch Welten auseinander.

Die Fakten im Überblick:

  • Anta Sports bietet für Pinault-Anteile (29% an Puma)
  • Pinaults fordern kolportierte 40 Euro pro Aktie
  • Aktie steht bei 24 Euro – Differenz fast 70 Prozent
  • Pinaults benötigen Liquidität wegen hoher Verschuldung bei Artemis

Das Dilemma der Pinaults

Die französische Eigentümerfamilie steckt in der Zwickmühle. Ihre Investmentholding Artemis leidet unter Verschuldung und braucht dringend frisches Kapital. Puma gilt nicht mehr als strategische Beteiligung. Der Verkaufsdruck ist real.

Doch die Preisvorstellungen passen nicht zusammen. Rund 40 Euro pro Aktie sollen die Pinaults fordern – fast das Doppelte des aktuellen Kursniveaus. Eine schnelle Einigung erscheint unwahrscheinlich, selbst wenn beide Seiten grundsätzlich zum Deal bereit sind.

Anta als Sanierer mit Erfolgsgeschichte

Der chinesische Konzern bringt Erfahrung mit. Die Sanierung von Jack Wolfskin gilt als gelungen. Auch die Übernahme von Amer Sports mit Marken wie Salomon funktioniert. Anta verfügt über das nötige Kapital und Know-how für einen Turnaround.

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Puma könnte das dringend gebrauchen. Der MDAX-Konzern steckt mitten in der Umstrukturierung unter CEO Arthur Hoeld. 900 Stellen sollen bis Ende 2026 wegfallen. Das Jahr 2025 wurde als "Reset-Jahr" deklariert – mit prognostiziertem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und operativem Verlust.

Charttechnik: Starke Erholung vom 10-Jahres-Tief

Die technische Wende ist beachtlich. Ende November fiel die Aktie auf knapp über 15 Euro – den tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt. Seither hat sich der Kurs um über 50 Prozent erholt. Der Titel notiert nun deutlich über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten.

Der RSI liegt allerdings bei 73 Punkten und signalisiert eine überkaufte Situation. Zudem bleibt die annualisierte 30-Tage-Volatilität mit 77 Prozent extrem hoch – ein Zeichen für die anhaltende Unsicherheit.

Am 26. Februar folgen die Geschäftszahlen für 2025. Dann zeigt sich, wie tief das Reset-Jahr tatsächlich in die Bilanz schneidet. Bis dahin dürfte der Übernahmepoker die Kursrichtung bestimmen.

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