BASF Aktie: Sinkende Zuversicht!
Der Chemieriese aus Ludwigshafen kämpft weiter gegen strukturellen Gegenwind. Zwar hält BASF die Dividende überraschend stabil, doch der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 verfehlte die Erwartungen der Analysten deutlich. CEO Markus Kamieth reagiert auf die anhaltende operative Schwäche mit einer massiven Ausweitung des Sparprogramms, um den Konzern wetterfest zu machen.
Ausblick verfehlt Erwartungen
Die Ernüchterung folgte beim Blick in die Zukunft. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt rund sieben Prozent unter den Schätzungen der Experten, die im Schnitt mit 7 Milliarden Euro gerechnet hatten. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass eine rasche konjunkturelle Erholung ausbleibt.
Bereits das abgelaufene Jahr zeigte deutliche Bremsspuren im operativen Geschäft. Während der Umsatz sank, fiel das operative Ergebnis (EBITDA) 2025 um 9,5 Prozent. Besonders der Start in das Jahr 2026 gestaltet sich schwierig: Währungseffekte dürften das Ergebnis im ersten Quartal allein mit rund 200 Millionen Euro belasten. Außerhalb Chinas bleibt die Nachfrage schleppend.
Die Börse reagierte verschnupft auf die konservative Prognose. Die Aktie notiert heute bei 45,34 Euro, was einem Minus von 1,16 Prozent entspricht. Auf Sicht von 12 Monaten summieren sich die Verluste damit auf rund 7,7 Prozent.
Sparzwang und Stellenabbau
Um die Profitabilität in diesem schwierigen Umfeld zu sichern, zieht der Vorstand die Kostenschraube weiter an. Das Einsparziel wurde auf eine jährliche Rate von 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 erhöht. Dies geht einher mit tiefen Einschnitten in der Belegschaft: Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant.
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Gleichzeitig tritt der Konzern bei den Ausgaben auf die Bremse. Die Sachinvestitionen für die Jahre 2026 bis 2029 werden drastisch um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro gekürzt. Funktionen sollen zudem kostengünstiger in Hubs nach Indien und Malaysia verlagert werden.
Dividende zehrt an Substanz
Um Anleger bei Laune zu halten, schlägt BASF für 2025 eine unveränderte Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor. Ein Blick auf die Bilanz offenbart jedoch eine Lücke: Der Free Cashflow von 1,34 Milliarden Euro deckt die Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro nicht ab.
Finanziert wird die Aktionärsrendite zunehmend durch den Umbau des Konzerns. So soll die Agrarsparte bis 2027 fit für die Börse gemacht und der Verkauf des Lackgeschäfts noch im zweiten Quartal 2026 finalisiert werden. Die Erlöse aus diesen Verkäufen fließen unter anderem in ein laufendes Aktienrückkaufprogramm.
BASF steht damit vor einem komplexen Übergangsjahr. Während Großprojekte in China anlaufen, muss das Kerngeschäft durch striktes Kostenmanagement stabilisiert werden. Ob die Strategie aufgeht, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die geplanten Verkäufe und Effizienzmaßnahmen greifen, da Rückenwind vom Markt laut Vorstandschef Kamieth vorerst nicht zu erwarten ist.
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