Siemens Aktie: Rekordtempo beim Rückkauf
Siemens zieht im März 18 Millionen eigene Aktien ein und hat damit bereits 4,4 der autorisierten 6 Milliarden Euro aus dem Rückkaufprogramm verbraucht – deutlich schneller als ursprünglich geplant. Parallel laufen die Vorbereitungen zur Healthineers-Abspaltung, während der Konzern bei KI-Infrastruktur Großaufträge aus den USA einfährt. Die Aktie steht trotzdem unter Druck.
Starkes operatives Fundament
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 lieferte solide Zahlen: Aufträge stiegen um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 8 Prozent zu. Besonders das Industriegeschäft überzeugte mit einem Gewinnplus von 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro bei einer Marge von 15,6 Prozent.
Der Auftragsbestand erreichte mit 120 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 signalisiert, dass Aufträge schneller eingehen als Umsätze verbucht werden. Im KI-Infrastrukturbereich sicherte sich der Konzern Großprojekte aus den USA im Volumen von 1,8 Milliarden Euro – die Aufträge aus diesem Segment wuchsen um 54 Prozent.
Auf Basis dieser Entwicklung hob das Management die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 10,70 bis 11,10 Euro an. Das vergleichbare Umsatzwachstum soll in der oberen Hälfte der Zielspanne von 6 bis 8 Prozent landen.
Healthineers-Abspaltung nimmt Gestalt an
Der angekündigte Konzernumbau geht in die nächste Phase. Rund 30 Prozent der Healthineers-Anteile sollen direkt an Siemens-Aktionäre abgespalten werden. Damit würde der Münchner Konzern die Kontrolle aufgeben und Healthineers mittelfristig nur noch als Finanzbeteiligung führen.
Details zur Transaktion werden Anfang des zweiten Quartals erwartet – ein Termin, den Investoren genau im Blick haben dürften. Die progressive Dividendenpolitik soll auch nach der Dekonsolidierung fortgesetzt werden.
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KI-Strategie mit NVIDIA
Die Partnerschaft mit NVIDIA nimmt konkrete Formen an. Gemeinsam arbeiten beide Unternehmen am Aufbau vollständig KI-gesteuerter, adaptiver Fertigungsstandorte. Als erstes Blaupausen-Projekt dient die Siemens Electronics Factory in Erlangen, wo 2026 der Start erfolgen soll.
NVIDIA stellt KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken und Frameworks bereit, während Siemens seine industrielle Expertise einbringt. Auf der Light + Building 2026 in Frankfurt präsentiert der Konzern zudem seine Vision autonomer Gebäude mit Industrial AI und vernetzter Gebäudetechnologie.
Kursentwicklung bleibt verhalten
Trotz der operativen Stärke entwickelt sich die Aktie schwächer. Nach dem 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro Mitte Januar korrigierte der Kurs deutlich. Die Einziehung der 18 Millionen Aktien reduziert die Gesamtzahl auf rund 782 Millionen und stützt rechnerisch das Ergebnis je Aktie.
Am 13. Mai folgen die Zahlen für das zweite Quartal. Dann zeigt sich, ob die Dynamik aus dem Rechenzentren- und Automatisierungsgeschäft die angehobene Jahresprognose weiter untermauert.
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