ASML will nicht länger nur Maschinen für Chipfertigung liefern. Der niederländische Technologiekonzern, bislang unangefochtener Monopolist bei EUV-Lithographiesystemen, dringt nun in ein neues Geschäftsfeld vor: Advanced Packaging für KI-Chips. Während die Aktie im Sog eines branchenweiten Tech-Ausverkaufs unter Druck gerät, arbeitet das Unternehmen an seiner strategischen Neuausrichtung.

Vom Maschinenbauer zum Packaging-Player

ASML erweitert sein Portfolio über die klassische Lithographie hinaus. Das Unternehmen entwickelt Werkzeuge für die Verbindung spezialisierter Chips – ein Verfahren, das als Advanced Packaging bezeichnet wird und für moderne KI-Prozessoren zentral ist. CTO Marco Pieters bestätigte gegenüber Reuters die strategische Stoßrichtung: Das neue XTC.260-System erreiche bereits den vierfachen Durchsatz bisheriger Tools.

Ende 2025 lieferte ASML sein erstes Advanced-Packaging-Lithographiesystem aus. Mit diesem Schritt erschließt sich der Konzern einen Markt mit einem jährlichen Volumen von 40 bis 50 Milliarden US-Dollar – und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit vom EUV-Kerngeschäft.

Parallel treibt ASML seine High-NA-EUV-Systeme voran. Die rund 400 Millionen US-Dollar teuren Maschinen haben bereits über 500.000 Wafer verarbeitet und sind bereit für Großserientests. Bis Ende 2026 peilt das Unternehmen eine Systemverfügbarkeit von 90 Prozent an.

Quartalszahlen und Ausblick überzeugen

Im vierten Quartal 2025 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 9,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,2 Prozent. Der Nettogewinn belief sich auf 2,8 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert: Die Nettobuchungen erreichten mit 13,2 Milliarden Euro einen Rekordwert, davon entfielen 7,4 Milliarden Euro auf EUV-Bestellungen.

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Für das Gesamtjahr 2025 wies ASML einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro aus. CEO Christophe Fouquet gab für 2026 eine Umsatzprognose zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent aus.

Die Dividende für 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem kündigte ASML ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro an, das bis Ende 2028 läuft.

China-Geschäft bleibt Unsicherheitsfaktor

Der Auftragsbestand von 41,9 Milliarden Euro bietet ungewöhnlich hohe Planungssicherheit für einen Ausrüster. Allerdings warnte CEO Fouquet, dass der Umsatz mit China 2026 deutlich zurückgehen dürfte – eine Folge verschärfter Exportkontrollen.

Aletheia Capital hingegen hob seine Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 an. Die Analysten verweisen auf stärkere EUV-Nachfrage von DRAM-Herstellern, robuste Deep-Ultraviolett-Bestellungen aus China und eine mögliche TSMC-Nachfragewelle 2027, wenn die Migration zu 3- und 2-Nanometer-Nodes an Fahrt aufnimmt.

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