PSI Software Aktie: Ernüchterung eintritt?
Das freiwillige Übernahmeangebot für PSI Software ist Geschichte. Am Freitag endete die Nachfrist – und US-Investor Warburg Pincus kontrolliert nun über 82 Prozent der Anteile. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre verschärft sich die Lage: Das garantierte Barangebot von 45 Euro je Aktie ist vom Tisch, ein Delisting steht unmittelbar bevor.
Die Fakten im Überblick:
- Warburg Pincus sicherte sich über 82 Prozent der Anteile
- E.ON hält 17,77 Prozent und bleibt strategischer Partner
- Free Float schrumpft auf ein Minimum
- Delisting-Antrag wird zeitnah erwartet
- Barangebot von 45 Euro nicht mehr gültig
Liquidität trocknet aus
Der Streubesitz der PSI-Aktie ist faktisch Geschichte. Mit E.ON als Ankeraktionär und Warburg Pincus als Mehrheitseigner bleibt kaum noch handelbare Substanz. Institutionelle Investoren, die an Liquiditätsstandards gebunden sind, dürften sich bereits zurückgezogen haben.
Ohne den "Backstop" des Übernahmeangebots wird der Kurs künftig allein durch das dünne Orderbuch bestimmt. Der Handel pendelte zuletzt noch um die 45-Euro-Marke, doch diese Orientierung fehlt nun. Größere Verkaufsorders könnten auf wenig Nachfrage treffen – mit entsprechenden Kursausschlägen.
Delisting als nächster Schritt
Warburg Pincus und das PSI-Management haben den Börsenrückzug bereits angekündigt. Die Begründung: Die strategische Transformation hin zu Cloud- und SaaS-Lösungen soll ohne quartalsgetriebenen Kapitalmarktdruck vorangetrieben werden. Ein entsprechender Antrag auf Widerruf der Börsenzulassung wird in Kürze erwartet.
Sollte Warburg Pincus die 90- oder 95-Prozent-Schwelle überschreiten, käme ein Squeeze-Out der verbliebenen Aktionäre gegen Barabfindung in Betracht. Die Höhe dieser Abfindung wäre dann Gegenstand einer gerichtlich überprüfbaren Bewertung.
Strategische Neuausrichtung mit Warburg und E.ON
Die Übernahme erfolgt einvernehmlich. PSI Software, Spezialist für Leitsysteme in Energie- und Materialflüssen, will seine "Industrial AI"-Plattform international ausbauen. Das Jahr 2025 war geprägt von hohen Umstrukturierungskosten für die Cloud-Migration.
Dass E.ON seine Beteiligung nicht verkauft hat, unterstreicht die strategische Relevanz für die Energiewende. PSI behält direkten Zugang zu einem seiner wichtigsten Kunden, während Warburg Pincus Kapital und Expertise für die Expansion beisteuert.
Der Abschluss der Transaktion (Closing) ist für das erste Quartal 2026 geplant. Auf der E-world energy & water Messe will PSI seine neuesten Produktinnovationen präsentieren – dann bereits unter neuer Eigentümerstruktur.
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