Warburg Pincus hat sein Ziel erreicht. Mit einer gesicherten Mehrheit von über 83 Prozent am Berliner Softwarehaus PSI Software ist der Weg frei für die Pläne des Finanzinvestors. Für verbliebene Kleinanleger bedeutet dieser Erfolg vor allem eins: Der angekündigte Rückzug von der Börse rückt in greifbare Nähe und dürfte die Handelbarkeit der Papiere bald massiv einschränken.

Übernahmeangebot mit deutlicher Mehrheit

Die Annahmefrist für das Angebot endete am 2. Januar. Das Ergebnis spricht eine klare Sprache: Warburg Pincus kontrolliert nun insgesamt 83,24 Prozent des Grundkapitals. Der Investor hatte den Aktionären 45,00 Euro je Anteilsschein geboten, was einem Aufschlag von knapp 84 Prozent auf den ungestörten Aktienkurs vom Oktober 2025 entsprach.

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Das Management von PSI unterstützt den geplanten Börsenrückzug ausdrücklich. Die Begründung folgt der klassischen Private-Equity-Logik: Die strategische Neuausrichtung hin zu Cloud-Lösungen und Software-as-a-Service ließe sich abseits der Quartalsberichterstattung und des öffentlichen Kapitalmarkts effizienter umsetzen.

E.ON bleibt strategischer Anker

Während der Streubesitz aufgekauft wird, bleibt ein wichtiger Großaktionär an Bord. Der Energiekonzern E.ON behält seinen Anteil von 17,77 Prozent. Dieser Schritt unterstreicht die Relevanz der PSI-Lösungen für die kritische Energieinfrastruktur und sichert dem Unternehmen auch nach dem Eigentümerwechsel operative Stabilität.

Die Übernahme trifft auf ein Unternehmen im Aufwind. Nach einem durch Cyberangriffe und operative Verluste geprägten Jahr 2024 zeigten die Zahlen für die ersten neun Monate 2025 eine deutliche Erholung. Der Auftragseingang kletterte um über 36 Prozent, der Umsatz legte zweistellig zu. Diese positive Entwicklung wird künftig jedoch primär in privater Hand stattfinden.

Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich noch ausstehender behördlicher Genehmigungen noch im laufenden ersten Quartal 2026 erwartet. Sobald das Closing erfolgt ist, wird Warburg Pincus das Delisting zügig vollziehen, womit die Zeit der PSI Software als börsennotiertes Unternehmen endgültig abläuft.

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