PSI Software Aktie: Abschied von der Börse
Warburg Pincus macht ernst: Der US-Investor hat die Übernahme des Berliner Softwarehauses PSI Software erfolgreich abgeschlossen. Mit einer gesicherten Mehrheit von über 82 Prozent steht nun der nächste radikale Schritt unmittelbar bevor. Was müssen verbliebene Anleger angesichts des geplanten Delistings jetzt wissen?
Klare Mehrheit gesichert
Die zusätzliche Annahmefrist endete am vergangenen Freitag mit einem eindeutigen Ergebnis. Warburg Pincus kontrolliert, unter Einbeziehung von Kaufvereinbarungen und Finanzinstrumenten, mittlerweile 82,35 Prozent des Grundkapitals. Der Angebotspreis von 45,00 Euro fungiert dabei weiterhin als stabile Orientierungsmarke im Handel. Diese Summe entspricht einer Prämie von fast 84 Prozent auf den Kurs vor Bekanntgabe der Übernahmepläne im Oktober.
Delisting und Folgen für Anleger
Das erklärte Ziel des neuen Eigentümers ist der zeitnahe Rückzug vom Parkett. Vorstand und Investor bewerten die Umsetzung der langfristigen Wachstumsstrategie – weg von Lizenzmodellen hin zu Software-as-a-Service (SaaS) – im privaten Umfeld als vorteilhafter. Warburg Pincus plant zudem Investitionen von 100 Millionen Euro für die internationale Expansion und Digitalisierung.
Während E.ON als strategischer Partner mit 17,77 Prozent investiert bleibt, hat sich Großaktionär Norman Rentrop weitgehend verabschiedet. Für Kleinanleger bedeutet das anstehende Delisting vor allem eines: Das Handelsvolumen wird drastisch sinken, was einen späteren Verkauf der Anteile erheblich erschweren dürfte.
Fahrplan und Schutzfristen
Der formale Vollzug der Transaktion (Closing) wird nach Vorliegen aller regulatorischen Genehmigungen noch im laufenden ersten Quartal 2026 erwartet. Ein wichtiges Detail für Investoren, die ihre Anteile noch halten: Im Investment Agreement wurde vereinbart, für zwei Jahre nach Vollzug auf einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu verzichten. Dies bietet zwar kurzfristig Schutz vor direkten Zugriffen auf die Kasse, ändert jedoch nichts an der strategischen Ausrichtung.
Sobald das Closing erfolgt ist, dürfte das formale Delisting-Verfahren starten. Wer jetzt noch investiert ist, sieht sich einem Markt mit austrocknendem Volumen gegenüber. Der nächste fixe Termin im Unternehmenskalender ist die Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 27. März 2026, doch die Weichen für eine Zukunft ohne Börsennotiz sind bereits endgültig gestellt.
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