Procter & Gamble Aktie: Analysten enttäuscht
Procter & Gamble steht unter Druck. Die Aktie des Konsumgüter-Riesen fiel am Dienstag auf ein neues 52-Wochen-Tief von 138,13 US-Dollar – 23 Prozent unter dem Höchststand vom März 2025. Zeitgleich senken mehrere Großbanken ihre Kursziele, während der neue CEO Shailesh Jejurikar seine erste Woche antritt. Die entscheidende Frage: Kann er das Ruder herumreißen?
Reihenweise Kursziel-Senkungen
Innerhalb weniger Wochen haben fünf bedeutende Investmentbanken ihre Einschätzungen nach unten korrigiert. Wells Fargo kappte das Kursziel von 170 auf 158 US-Dollar, JPMorgan Chase reduzierte von 165 auf 157 US-Dollar. Auch Deutsche Bank, Barclays und BNP Paribas Exane nahmen Anpassungen vor.
Trotz der Revisionen bleibt der Konsens bei "Moderate Buy" – mit einem durchschnittlichen Kursziel von 170,81 US-Dollar. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 22 Prozent. Die Zurückhaltung der Analysten spiegelt die schwierige Gemengelage wider: verhaltener Konsum, steigende Inputkosten und verstärkter Wettbewerb durch günstigere Eigenmarken.
Institutionelle Investoren ziehen sich zurück. Greenleaf Trust verkaufte im dritten Quartal 2025 über 20.000 Aktien (minus 22 Prozent), OneAscent Financial Services reduzierte seine Position um 67 Prozent.
Führungswechsel in unruhigen Zeiten
Am 1. Januar 2026 übernahm Shailesh Jejurikar als neuer CEO von Jon Moeller, der nun Executive Chairman ist. Der bisherige Chief Operating Officer erbte ein anspruchsvolles Umfeld. Die organischen Umsatzwachstumsraten dümpeln bei etwa zwei Prozent – zu wenig, um Anleger zu überzeugen.
Am 22. Januar folgt Jejurikars Feuertaufe: die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,87 US-Dollar (Vorjahr: 1,88 US-Dollar) und Umsätze von 22,36 Milliarden US-Dollar (plus 2,2 Prozent). Für das Gesamtjahr steht ein EPS zwischen 6,99 und 7,00 US-Dollar im Raum – ein Plus von lediglich 2,3 Prozent.
Bewertung bietet Polster
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,5 notiert die Aktie unter ihrem historischen Durchschnitt. Die Dividendenrendite liegt bei drei Prozent, P&G ist als "Dividend King" mit 68 Jahren ununterbrochener Erhöhungen etabliert. Die Bewertungskennzahlen – Nettomarge von 19,9 Prozent, Eigenkapitalrendite von 31,8 Prozent – zeigen ein profitables Geschäft.
Doch das Marktumfeld bleibt fordernd. Konsumgüteraktien zählten 2025 zu den schwächsten Sektoren, während Tech-Werte dominierten. Jejurikar muss zeigen, dass P&G beschleunigtes Wachstum liefern und Margenbelastungen durch Zölle sowie Inflation bewältigen kann. Die Quartalszahlen am 22. Januar werden erste Hinweise liefern, ob ihm das gelingt.
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