Während die Börsen unter Druck geraten, läuft Procter & Gamble zur Hochform auf. Der Konsumgüterriese steigt gegen den Trend – und zieht damit massiv Kapital an. Was steckt hinter der Rally?

Flucht in sichere Häfen

Die Aktie kletterte am Dienstag um rund 2,7 Prozent auf 165,17 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag mit über 14,3 Millionen Papieren deutlich über dem Durchschnitt von 11,4 Millionen. Grund für den Zulauf: Anleger schichten angesichts der eskalierenden Zollstreitigkeiten zwischen den USA und der EU massiv in defensive Werte um.

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Der Sektor der Basiskonsumgüter erlebt laut Wall Street Journal den stärksten Jahresstart seit mindestens 1990. Bespoke Investment Group beziffert das Plus der ersten 30 Handelstage 2026 auf 15,6 Prozent. Procter & Gamble profitiert als Schwergewicht der Branche überproportional von dieser Rotation.

Analysten erhöhen die Messlatte

Erste Group Bank stufte die Aktie am 18. Februar von Hold auf Buy hoch. Wells Fargo zog das Kursziel von 165 auf 177 US-Dollar an und bekräftigte die Overweight-Empfehlung. UBS legte im Januar ein Kursziel von 170 US-Dollar vor – verbunden mit einer Kaufempfehlung.

Auf der CAGNY-Konferenz am 19. Februar unterstrich CEO Shailesh Jejurikar die Schwerpunkte: Innovation, KI-gestützte Prozesse und die Rückkehr zum langfristigen Wachstumskurs. CFO Andre Schulten kündigte für die zweite Jahreshälfte sequenzielle Verbesserungen bei Umsatz und Gewinn an.

Insider verkaufen – Institutionen kaufen

Während die Aktie steigt, trennen sich Führungskräfte von Anteilen. Executive Chairman Jon Moeller übte Mitte Februar Optionen über 173.268 Aktien aus und verkaufte diese für rund 28,1 Millionen US-Dollar. Auch andere Vorstände reduzierten ihre Positionen.

Gleichzeitig meldete der republikanische Kongressabgeordnete David Taylor aus Ohio am 9. Februar einen Kauf im Volumen von bis zu 15.000 US-Dollar.

Solide Basis

Im zweiten Geschäftsquartal 2026 erzielte Procter & Gamble einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,88 US-Dollar – knapp über der Konsensschätzung von 1,86 US-Dollar. Der Umsatz stieg um etwa ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar, verfehlte die Erwartungen aber leicht. Die Jahresprognose blieb unverändert.

Mit einer Dividendenhistorie von 69 aufeinanderfolgenden Erhöhungen und starker Cashflow-Generierung bleibt der Konzern in volatilen Zeiten erste Wahl für sicherheitsorientierte Investoren. Am 23. April folgen die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal.

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