Der Januar liefert Porsche einen Dämpfer in Europa – und das ausgerechnet wenige Wochen vor dem wichtigsten Pflichttermin des Frühjahrs. Denn am 11. März legt der Sportwagenbauer den Jahresfinanzbericht 2025 vor und muss zeigen, ob die Trendwende mehr ist als ein Versprechen. Wie viel Vertrauen bekommt das neue Management – trotz schwacher EU-Zahlen?

EU-Zulassungen schwach – Porsche fällt besonders auf

Der europäische Automarkt ist holprig ins Jahr 2026 gestartet. EU-weit sanken die Neuzulassungen im Januar um 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Porsche traf es dabei deutlich härter: Laut ACEA gingen die Zulassungen der VW-Tochter um 14,6% zurück – damit ist der Abstand zum Branchenschnitt klar sichtbar.

Interessant ist das Gegenbild in Deutschland. Dort lag der Gesamtmarkt im Januar zwar ebenfalls im Minus (−6,6%), Porsche konnte aber um 23,3% zulegen. Das spricht dafür, dass die Schwäche vor allem aus anderen europäischen Märkten kommt – und nicht aus dem Heimatmarkt.

Schwieriger Ausgangspunkt: 2025 belastet die Basis

Die frischen Zulassungsdaten treffen auf ein ohnehin angeschlagenes Fundament. In den ersten neun Monaten 2025 meldete Porsche 26,86 Mrd. Euro Umsatz und 212.509 Auslieferungen – beides jeweils rund 6% weniger als im Vorjahr.

Der Knackpunkt liegt in der Profitabilität: Das operative Konzernergebnis fiel in den ersten neun Monaten 2025 auf 40 Mio. Euro (Vorjahr: 4.035 Mio. Euro). Entsprechend rutschte die operative Marge auf 0,2% nach 14,1%.

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Als wesentlicher Belastungsfaktor wird China genannt: In China inklusive Hongkong gingen die Auslieferungen in den ersten neun Monaten 2025 auf 32.195 Fahrzeuge zurück (−25,6%). Porsche verweist auf schwierige Bedingungen im Luxussegment und starken Wettbewerb.

11. März als Schlüsseltermin – und die Aktie bleibt angeschlagen

Am 11. März 2026 veröffentlicht Porsche den Jahresfinanzbericht für 2025, am 29. April folgt die Quartalsmitteilung für Q1 2026. Der Fokus liegt klar auf dem März-Termin: Dann geht es nicht nur um die detaillierten Zahlen für das schwierige Jahr 2025, sondern auch um den Ausblick unter der neuen Führung.

Im Quelltext wird zudem ein gedämpftes Erwartungsbild skizziert: Nach 3,95 Euro Gewinn je Aktie im Vorjahr werden für das abgelaufene Jahr im Schnitt nur noch 0,44 Euro je Aktie genannt, beim Umsatz ein Rückgang von rund 40 Mrd. auf knapp 37 Mrd. Euro.

An der Börse ist die Skepsis bereits sichtbar. Die Aktie notiert heute bei 41,45 Euro und liegt damit seit Jahresanfang mit 12,57% im Minus. Auffällig: Zum 52‑Wochen‑Tief von 39,70 Euro beträgt der Abstand nur gut 4,4% – der Kurs sucht also weiter nach Stabilität.

Zum Jahresauftakt gibt es zugleich mehrere interne Weichenstellungen: Seit 1. Januar 2026 führt Dr. Michael Leiters als CEO das Unternehmen. Im Design kommt Tobias Sühlmann für Michael Mauer. Operativ treibt Porsche die Elektrifizierung voran – seit dem 2. Februar läuft der Cayenne Electric in Bratislava vom Band. In China stellt der Konzern zudem seine Ladeinfrastrukturpläne um und will ab dem 1. März rund 200 eigene Ladestationen schrittweise stilllegen, künftig stärker über externe Betreiber.

Unterm Strich wird der 11. März zum Stresstest: Porsche muss erklären, warum der EU-Januar so schwach ausfiel, und vor allem, ob 2026 tatsächlich eine Stabilisierung bringen soll – oder ob nach dem schwierigen 2025 zunächst eine längere Durststrecke eingepreist werden muss.

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