Für Plug Power spitzt sich die Situation dramatisch zu. Eine neu eingereichte Sammelklage wegen angeblich irreführender Angaben zu Staatskrediten und der eilige Verkauf von Vermögenswerten belasten das Vertrauen der Anleger schwer. Während das Unternehmen händeringend nach Liquidität sucht, blicken Marktteilnehmer gespannt auf die Quartalszahlen am Montag: Kann das Management die Zweifel an der Finanzierung der Wasserstoff-Pläne ausräumen?

Juristischer Ärger um DOE-Kredit

Im Zentrum der aktuellen Unruhe steht eine neue Sammelklage. Der Vorwurf wiegt schwer: Plug Power soll Investoren über die Erfolgsaussichten und die Nutzung einer Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar getäuscht haben.

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Laut der Klageschrift folgten auf die angeblich irreführenden Aussagen signifikante Kursverluste im späten Jahr 2025. Auslöser waren unter anderem der plötzliche Abgang von Führungskräften, der Stopp von Aktivitäten im Zusammenhang mit dem DOE-Kredit und Berichte über die Streichung geplanter Wasserstoffanlagen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im aktuellen Kurs wider: Zum Wochenausklang am Freitag verlor das Papier 6,37 % und schloss bei 1,52 Euro.

Liquidität durch Asset-Verkäufe

Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen forciert das Unternehmen die Beschaffung von Bargeld. Um die Liquidität zu stärken, hat Plug Power den Verkauf des Standorts "Project Gateway" in New York vereinbart.

Die Transaktion soll Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen US-Dollar einbringen und ist Teil einer breiteren Strategie, durch die Monetarisierung von Vermögenswerten über 275 Millionen US-Dollar zu generieren. Das Management begründet diesen Schritt mit einer Straffung der operativen Abläufe und der Konzentration auf das Kerngeschäft der Wasserstoffproduktion.

Sorge vor massiver Verwässerung

Ein weiterer Belastungsfaktor für den Aktienkurs ist die Angst vor einer Kapitalverwässerung. Die Aktionäre haben im Februar einer Verdoppelung der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zugestimmt.

Angesichts der anhaltenden Verluste und des hohen Kapitalbedarfs werten Marktbeobachter dies als Vorbereitung auf weitere Kapitalerhöhungen. Dass das Unternehmen bereits im September ein Programm zum Verkauf von Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde US-Dollar aufgelegt hatte, verstärkt die Skepsis bezüglich der Finanzstabilität.

Zahlenwerk am Montag entscheidend

Am Montag, den 2. März 2026, legt Plug Power die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Analysten erwarten einen Verlust von 10 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von rund 218,7 Millionen US-Dollar.

Das Management steht unter Zugzwang, nicht nur verbesserte operative Kennzahlen zu liefern, sondern auch einen glaubhaften Pfad zur Profitabilität aufzuzeigen. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Kostensenkungen greifen und wie sich der Zeitplan für das Erreichen der Gewinnschwelle (Breakeven) gestaltet, der ursprünglich für Ende 2025 anvisiert war. Die Präsentation dieser Zahlen dürfte die kurzfristige Richtung der Aktie maßgeblich bestimmen.

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