Microsoft stellt seine Infrastrukturpläne gerade sichtbar neu ein – und sendet dabei zwei unterschiedliche Signale. Einerseits stoppt der Konzern große Bauprojekte auf einem Campus. Andererseits wird die Partnerschaft mit OpenAI öffentlich nachgeschärft. Was steckt hinter dieser Doppelbewegung?

Campus-Ausbau gestoppt

Am Freitag wurde bekannt, dass Microsoft den Bau der letzten fünf Gebäude des Erweiterungsprojekts „Sammamish Village“ ausgesetzt hat. Geplant waren zusätzliche Büroflächen sowie ein Versorgungswerk – der Zeitplan liegt nun auf unbestimmte Zeit auf Eis.

Microsoft-Präsident Brad Smith begründete die Pause damit, dass man die „neue Veränderung“ erst einmal verdauen müsse. In den kommenden Monaten wolle das Unternehmen klarer sehen, wie es weitergeht. An der Börse kam das zunächst kühl an: Die Aktie schloss am Freitag 2,35% tiefer.

OpenAI: Azure bleibt gesetzt

Parallel zur Baupause stellten Microsoft und OpenAI am selben Tag ihre Zusammenarbeit klar. Hintergrund sind jüngste Finanzierungs- und Partnerschaftsankündigungen von OpenAI mit anderen Tech-Firmen, die Fragen nach der Rollenverteilung aufwarfen.

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Die gemeinsame Erklärung betont: Azure bleibt der exklusive Cloud-Anbieter für „stateless“ OpenAI-APIs. Heißt konkret: Auch wenn OpenAI über Dritte Kooperationen eingeht, laufen entsprechende stateless API-Anfragen zu OpenAI-Modellen weiterhin über Microsofts Azure-Infrastruktur. Zudem bleiben laut Statement sowohl die IP-Vereinbarungen als auch die Umsatzbeteiligung unverändert.

Monetarisierung rückt in den Fokus

Während Beton und Stahl langsamer werden, dreht sich vieles um die Frage, wie sich die hohen KI-Investitionen besser in Erlöse übersetzen lassen. Laut Business Insider prüft Microsoft dafür ein Premium-Bundle namens „E7“ für Unternehmenskunden. Dieses Paket soll Copilot und den neuen „Agent 365“-Hub bündeln – mit einem kolportierten Preis von 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat.

Am Markt passt das in ein Umfeld, in dem Investoren zuletzt vorsichtiger auf sehr hohe Rechenzentrums- und Infrastruktur-Ausgaben blickten. Gleichzeitig gibt es weiterhin Rückendeckung von großen Häusern: Goldman Sachs bekräftigte im Quelltext eine Kaufempfehlung und verwies auf technische Fortschritte wie die Integration eigener Maia-KI-Chips sowie eine strategische Verschiebung hin zu autonomen KI-Agenten, die im Jahresverlauf 2026 an Bedeutung gewinnen soll.

Unterm Strich wirkt die Lage weniger wie ein Rückzug, sondern eher wie eine Prioritätenverschiebung: Infrastruktur wird gebremst, die Cloud- und KI-Kommerzialisierung dagegen klarer abgesteckt – mit Azure als zentralem Anker der OpenAI-Integration.

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