Valneva bekommt in Großbritannien neuen Gegenwind für seinen Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ. Die dortige Arzneimittelkommission CHM hat die Verschreibungsinformation aktualisiert und die Anwendung für bestimmte Patientengruppen enger gefasst – ein klares Zeichen dafür, dass die Sicherheitsüberwachung nach Markteinführung weiter an Schärfe gewinnt. Wie stark trifft das das Vertrauen in IXCHIQ – und worauf schauen Anleger jetzt stattdessen?

UK-Update zu IXCHIQ: Sicherheitsmonitoring bleibt zentral

Die aktualisierten Empfehlungen der CHM präzisieren Anwendungsbeschränkungen für ausgewählte Patientengruppen. Auslöser sind zuvor diskutierte Nebenwirkungen, die im Rahmen der laufenden Post-Marketing-Überwachung bewertet werden.

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Der Schritt kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt: In den USA hatte Valneva den Zulassungsantrag (BLA) sowie den IND-Antrag bei der FDA im Januar 2026 freiwillig zurückgezogen. Vorausgegangen war eine Aussetzung der US-Lizenz im August 2025 wegen schwerwiegender neurologischer und kardialer Komplikationen.

Gleichzeitig bleibt IXCHIQ in mehreren Märkten zugelassen, darunter Europa, Kanada, Großbritannien und Brasilien. In Brasilien läuft seit dem 3. Februar 2026 zudem eine Pilot-Impfkampagne mit dem Instituto Butantan, um weitere Praxisdaten zu sammeln.

Finanzen: Solide Umsätze, sinkende Liquidität

Auf Basis vorläufiger Zahlen für 2025 meldete das Unternehmen 174,7 Mio. Euro Gesamtumsatz. Davon entfielen 157,9 Mio. Euro auf Produktverkäufe. Auffällig ist der Rückgang der Barmittel: Zum Jahresende 2025 lagen die Barreserven bei 109,7 Mio. Euro, nach 168,3 Mio. Euro im Vorjahr. Valneva verweist dabei auf eine 2025 abgeschlossene Schuldenrefinanzierung, die finanzielle Flexibilität sichern soll.

Für 2026 erwartet das Management 155 bis 170 Mio. Euro Umsatz, davon 145 bis 160 Mio. Euro aus Produktverkäufen. Der etwas defensivere Ton wird mit dem geplanten Auslaufen von Drittanbieterverkäufen begründet.

An der Börse hat sich der Titel zuletzt dennoch deutlich erholt: Auf 30 Tage gerechnet liegt das Plus bei 20,23%, seit Jahresbeginn bei 23,24%. Gleichzeitig signalisiert der RSI von 18,9 eine stark überverkaufte Lage, bei erhöhter Schwankungsbreite (30-Tage-Volatilität: 48,09%).

Pipeline rückt in den Vordergrund: Daten als nächster Taktgeber

Nach dem Rückzug der US-Zulassungsbemühungen verschiebt sich der Fokus stärker auf die Pipeline. Als zentraler Meilenstein gelten die Phase-3-Daten der VALOR-Studie zum Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15, der gemeinsam mit Pfizer entwickelt wird. Die Ergebnisse werden im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Zusätzlich sollen erste Phase-2-Daten für den Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2 folgen.

Ein Analysten-Update gab es ebenfalls: Goldman Sachs hob das Kursziel am 27. Februar 2026 auf 3,50 Euro an.

Unterm Strich bleibt IXCHIQ zwar in wichtigen Märkten verfügbar, doch die engere britische Beschriftung unterstreicht den regulatorischen Blick auf das Sicherheitsprofil. Der nächste klare Impuls für die Bewertung dürfte daher weniger aus dem Tagesgeschäft kommen – sondern aus den angekündigten Studiendaten im ersten Halbjahr 2026.

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