Plug Power Aktie: Doppelbelastung
Bei Plug Power treffen in den nächsten Tagen gleich zwei Themen aufeinander, die Anleger selten mögen: frische Quartalszahlen – und zusätzlicher rechtlicher Gegenwind. Genau diese Kombination macht den Termin Anfang März so wichtig. Denn neben dem operativen Fortschritt geht es auch um Vertrauen.
Quartalszahlen am 2. März
Das Unternehmen will die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 2. März 2026 vorlegen, die Telefonkonferenz ist für den Nachmittag (US-Zeit) angesetzt. Der Markt schaut dabei besonders auf ein Dauerproblem: den hohen Mittelabfluss.
Hintergrund: In den vergangenen Quartalen standen den Umsätzen weiterhin hohe Verluste gegenüber. Schon im dritten Quartal 2025 meldete Plug Power laut Unternehmensmitteilung einen deutlichen GAAP-Verlust, der auch größere, überwiegend nicht zahlungswirksame Belastungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung („Project Quantum Leap“) enthielt. Entsprechend wichtig wird, ob das Management beim Kostensenkungsprogramm messbar vorankommt.
Sammelklage erhöht den Druck
Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass eine Securities-Fraud-Sammelklage gegen Plug Power und mehrere Führungskräfte eingereicht wurde. Das Verfahren läuft vor einem US-Bundesgericht im Norden des Bundesstaats New York.
Kern des Vorwurfs: Plug Power habe die Wahrscheinlichkeit, dass Mittel aus einem DOE-Kreditprogramm (Loan Guarantee über 1,66 Mrd. US-Dollar) tatsächlich verfügbar werden, „wesentlich überhöht“ dargestellt. Die Klage verweist dabei auf mehrere kursrelevante Ereignisse im Herbst 2025 – darunter den Abgang des CEO und des Präsidenten sowie die spätere Aussetzung von Aktivitäten im DOE-Programm und die mediale Bestätigung dieser Aussetzung.
Wichtig für Anleger: Wer sich als „Lead Plaintiff“ (Hauptkläger) positionieren will, muss dies laut Mitteilung bis zum 3. April 2026 beantragen.
Mehr Aktien, mehr Spielraum – aber auch Verwässerung
Bereits im Februar hatten die Aktionäre außerdem eine Satzungsänderung gebilligt: Die Zahl der genehmigten Stammaktien wurde von 1,5 auf 3,0 Milliarden verdoppelt. Das verschafft Plug Power Spielraum für künftige Kapitalmaßnahmen – ein Punkt, der gerade bei Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf regelmäßig für Diskussionen sorgt.
Zum Bild passt auch die Kursentwicklung: Auf 30 Tage gerechnet liegt die Aktie rund 19% im Minus (Schlusskurs Mittwoch: 1,61 Euro). Das unterstreicht, wie nervös der Markt in das Zahlen-Update geht.
Was operativ zuletzt passierte
Operativ verweist Plug Power weiter auf Fortschritte und Projekte. Anfang Februar meldete das Unternehmen etwa die erste Wasserstoff-Betankung für einen Pipeline-Abschnitt in Rotterdam (32 Tonnen RFNBO-Wasserstoff). Gleichzeitig läuft das Programm „Project Quantum Leap“, mit dem das Management laut Berichten jährliche Kosteneinsparungen von 150 bis 200 Mio. US-Dollar anpeilt.
Spannend wird damit vor allem eine Sache: Kann Plug Power am 2. März bei Kosten und Cash-Burn genug Fortschritt zeigen, um die Themen Kapitalbedarf, mögliche Verwässerung und den Streit um das DOE-Programm zumindest ein Stück weit zu überlagern? Am 2. März liefert der Quartalsbericht die entscheidenden neuen Datenpunkte – und am 3. April folgt die nächste juristische Frist in der Sammelklage.
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