Die TUI-Aktie gerät weiter unter Druck. Nach dem Bruch der 200-Tage-Linie bei rund 8,04 Euro hat sich der Abwärtstrend beschleunigt – und das, obwohl der Touristikkonzern Anfang Februar das beste erste Quartal seiner Geschichte vorgelegt hatte. Seit Bekanntgabe der Zahlen am 10. Februar verlor das Papier rund 13 Prozent. Der Grund für die Schwäche: Die Buchungslage für Winter und Sommer enttäuscht die Erwartungen der Investoren.

Rekord-Quartal mit bitterem Beigeschmack

Das operative Ergebnis (Underlying EBIT) kletterte im ersten Geschäftsquartal auf 77,1 Millionen Euro – ein Plus von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über der Analystenschätzung von 66,7 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich das Kreuzfahrt-Segment mit einem EBIT-Anstieg von über 70 Prozent, getragen von nahezu vollständiger Auslastung.

Doch die Freude währte kurz. Die gebuchten Umsätze für die Winter- und Sommersaison lagen ein Prozent unter Vorjahr. Analysten von Bernstein sprachen von einem „erheblichen Nachfragerückgang". Im Segment Hotels & Resorts belasteten zudem ein Hurrikan-Schaden in Jamaika (10 Millionen Euro) sowie der Wegfall eines positiven Sondereffekts aus dem Vorjahr (15 Millionen Euro). Der Kernmarkt Deutschland bleibt wettbewerbsintensiv.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TUI?

Ratingagenturen und BlackRock bleiben optimistisch

Während die Börse verkauft, stärken andere Akteure dem Konzern den Rücken. Fitch Ratings bestätigte am 19. Februar das BB-Rating mit stabilem Ausblick und verwies auf die verbesserte Cashflow-Generierung. Moody's hob den Ausblick bereits am 18. Februar von „stabil" auf „positiv" an – beides Signale für die stabilisierte Bilanzstruktur nach den Krisenjahren.

BlackRock meldete am 11. Februar eine Aufstockung auf 5,01 Prozent der Stimmrechte, nachdem der Vermögensverwalter zuvor 4,08 Prozent hielt. Auch mehrere Vorstandsmitglieder, darunter CEO Sebastian Ebel und CFO Mathias Kiep, kauften Mitte Februar Aktien zu – ein Vertrauensbeweis nach dem Kursrückgang.

Sommersaison als Hoffnungsträger

Das Management hält an der Jahresprognose fest: Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, operatives Ergebnis plus 7 bis 10 Prozent. Als Haupttreiber gilt die Sommersaison 2026. Zudem kehrt TUI zur Dividende zurück – zunächst mit 0,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, ab 2026 sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns ausgeschüttet werden.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Nach dem Durchbruch der 200-Tage-Linie steht die Aktie bereits mehr als 10 Prozent unter ihrem gleitenden Durchschnitt. Ob die Sommerbuchungen die Wende bringen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TUI-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TUI: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...