Der Sportartikelriese befindet sich mitten im Umbau, doch die Erholung gerät ins Stocken. Gerade als CEO Elliott Hill erste operative Erfolge vorweisen wollte, sorgen neue Importzölle und skeptische Analystenkommentare für Unruhe. Statt einer ungebremsten Aufholjagd dominieren nun Sorgen um die Margen und das China-Geschäft die Stimmung rund um den US-Konzern.

Zölle belasten die Marge

Die Einführung eines vorübergehenden Zolls von 15 Prozent auf globale Importe durch die US-Regierung trifft Nike an einer empfindlichen Stelle. Da das Unternehmen fast seine gesamte Produktpalette über Vertragshersteller in mehr als 30 Ländern fertigen lässt, reagiert das Geschäftsmodell hochsensibel auf Veränderungen in der Handelspolitik. Bereits im Dezember warnte das Management vor jährlichen Mehrkosten von 1,5 Milliarden US-Dollar durch höhere US-Zölle. Diese Belastung trifft auf eine ohnehin angespannte Situation: Die Bruttomargen waren zuletzt bereits spürbar unter Druck geraten.

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Analysten ziehen die Reißleine

Diese fundamentale Unsicherheit spiegelt sich in den Einschätzungen der Finanzprofis wider. Marktbeobachter stuften den Titel zuletzt herab und verwiesen dabei explizit auf die anhaltende Schwäche im chinesischen Markt sowie die Unberechenbarkeit der Zollsituation. Auch institutionelle Anleger reagieren: Der Madison Large Cap Fund gab bekannt, seine Position vollständig aufgelöst zu haben. Die Begründung ist nüchtern: Trotz der Fortschritte unter der neuen Führung habe die Aktie ihren fairen Wert erreicht, was das weitere Aufwärtspotenzial limitiert. Dies deckt sich mit einem leichten Rückgang der Anzahl an Hedgefonds, die noch in Nike investiert sind.

Licht und Schatten beim Umbau

Dabei liefert die operative Entwicklung unter CEO Elliott Hill durchaus Argumente für Optimismus, wenn auch mit Einschränkungen. Während das Großhandelsgeschäft und der wichtige nordamerikanische Markt zuletzt wieder wuchsen, bereitet der Direktvertrieb weiterhin Sorgen. Besonders der digitale Absatz und das China-Geschäft verzeichneten zweistellige Rückgänge. Auch die Tochtermarke Converse kämpft mit massiven Problemen und verbuchte einen Umsatzeinbruch von 30 Prozent, was das operative Ergebnis der Sparte in die roten Zahlen drückte. Die Nike-Aktie reagierte auf die Gemengelage mit Abgaben und notierte zuletzt bei 53,70 Euro, was einem Rückgang von knapp 31 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten entspricht.

Der entscheidende Realitätscheck steht am 19. März 2026 an, wenn der Konzern seine Zahlen zum dritten Quartal präsentiert. Angesichts der vom Management ausgegebenen Prognose, die sinkende Umsätze und einen weiteren Margenrückgang um bis zu 225 Basispunkte vorsieht, bleibt das Umfeld für eine schnelle Trendwende äußerst herausfordernd.

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