Cameco Aktie: Rekordlücke
Cameco nutzte seinen Auftritt auf der BMO Global Metals, Mining & Critical Minerals Conference, um eine optimistische Einschätzung des Uranmarktes zu präsentieren. Der Uranriese sieht eine Rekorddiskrepanz zwischen künftigem Bedarf und vertraglicher Versorgung – und koppelt seine Produktionsstrategie gezielt an diese Marktlage. Die Aktie notierte am Mittwoch bei 119,66 US-Dollar, ein Minus von 1,2 Prozent.
Rekord-Versorgungslücke im Fokus
Auf der Konferenz am 23. Februar in Hollywood, Florida, stellte Cameco seine strategische Perspektive vor. Das Unternehmen spricht von einer historisch hohen „uncovered requirements wedge" – der Lücke zwischen dem künftigen Uranbedarf der Kraftwerksbetreiber und den bereits gesicherten Lieferverträgen.
Seit 2012 kaufen Versorger Uran unterhalb der Wiederbeschaffungsrate und bauen damit stetig Lagerbestände ab. 70 Prozent der 2025 abgeschlossenen Uranverträge erfolgten laut Cameco zu marktbasierten Konditionen statt zu Festpreisen – was bereits dreistellige Uranpreise impliziere.
Disziplin statt Volumen
Cameco produzierte 2025 auf 100-Prozent-Basis 34 Millionen Pfund Uran. Der eigene Anteil des Unternehmens lag bei 21,0 Millionen Pfund, wie aus den offiziellen Q4-Zahlen vom 13. Februar hervorgeht. Die Differenz ergibt sich aus den Beteiligungsverhältnissen an den Minen.
Für 2026 sieht die offizielle Prognose für McArthur River/Key Lake eine Produktion von 14 bis 16,5 Millionen Pfund auf 100-Prozent-Basis vor. Auf der Konferenz nannte Cameco „bis zu 17 Millionen Pfund" für McArthur River – leicht unter der historischen Rate von 18 Millionen Pfund. Das Unternehmen betonte, die Produktion trotz der im August 2025 angekündigten Verzögerungen bewusst nicht zu forcieren. Die Strategie: Geduld und Disziplin, um Output und Marktnachfrage in Einklang zu halten.
Westinghouse-Deal und AP1000-Pipeline
Ein zentrales Thema war der Status der Partnerschaft mit der US-Regierung zur Errichtung von AP1000-Reaktoren. Das verbindliche Term Sheet – mit einem kumulierten Investitionsvolumen von mindestens 80 Milliarden US-Dollar unter Beteiligung von Cameco, Brookfield und der US-Regierung – gilt weiterhin. Die Ausarbeitung des endgültigen Vertrags läuft.
Parallel werden bereits Long-Lead-Items für acht bis zehn Reaktoren gleichzeitig spezifiziert. Cameco zeigte sich zuversichtlich, dass 2026 eine entsprechende Ankündigung folgen könnte. Allein dieser Deal könnte über zehn Jahre rund 65 Millionen Pfund Uranbedarf repräsentieren – eine Größenordnung, die bislang nicht in den Markterwartungen abgebildet war.
Starke Zahlen stützen Position
Der Konferenzauftritt folgte auf die Q4-Zahlen vom 13. Februar, bei denen Cameco die Konsensschätzungen übertraf. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,36 US-Dollar (erwartet: 0,29 US-Dollar), der Umsatz bei 874,6 Millionen US-Dollar (erwartet: 782,1 Millionen US-Dollar).
Für das Gesamtjahr 2025:
- Umsatz: 3,48 Milliarden CAD (plus 11 Prozent)
- Nettogewinn: 589,58 Millionen CAD (nach 171,85 Millionen CAD)
- Verwässerter Gewinn je Aktie: 1,35 CAD (plus 246 Prozent)
- Cash-Position: rund 1,2 Milliarden US-Dollar bei 1 Milliarde US-Dollar Gesamtverschuldung
- Dividendenerhöhung: 50 Prozent gegenüber 2024
Westinghouse, an dem Cameco 49 Prozent hält, kehrte 2025 von einem Nettoverlust von 218 Millionen US-Dollar zu einem Nettogewinn von 58 Millionen US-Dollar zurück. Für 2026 erwartet Cameco aus seiner Westinghouse-Beteiligung ein bereinigtes EBITDA zwischen 370 und 430 Millionen US-Dollar.
Konversion als Engpass
Cameco verwies auch auf den Konversionsmarkt als kritischen Flaschenhals im Brennstoffzyklus. Die Anlage in Port Hope ist die größte laufende Konversionsanlage der westlichen Welt. Das Unternehmen will die Kapazität nur erweitern, wenn ausreichend lange Vertragslaufzeiten vorliegen.
Mit einer als „sehr stark" beschriebenen Vertragsaktivität zu Jahresbeginn 2026 und mehreren AP1000-Projekten weltweit – darunter in China, Polen, Bulgarien, der Ukraine und Indien – zeichnet sich laut Cameco eine zunehmend angespannte Angebotslage ab. Am 2. März wird Rachelle Girard, Senior Vice-President und Chief Corporate Officer, auf der Raymond James Institutional Investors Conference in Orlando sprechen. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 5. Mai 2026.
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