SFC Energy Aktie: Wendepunkt im vierten Quartal?
Der Brennstoffzellen-Hersteller SFC Energy hat gestern vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und das Bild bleibt ambivalent. Während das Gesamtjahr von Margenrückgang und verfehlten Zielen geprägt war, soll ausgerechnet das Schlussquartal den Turnaround eingeleitet haben. Das Management prognostiziert für 2026 nun deutliches Wachstum, getrieben vor allem durch das Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft.
Schwaches Gesamtjahr: Umsatz stagniert, Margen unter Druck
Mit 143,3 Millionen Euro Umsatz blieb SFC Energy nahezu auf Vorjahresniveau (144,8 Millionen Euro), verfehlte jedoch die im November angepasste Zielspanne von 146,5 bis 161,0 Millionen Euro. Deutlich stärker fiel der Rückgang bei der Profitabilität aus: Das bereinigte EBITDA sank von 22,0 auf 16,7 Millionen Euro, die Marge schrumpfte von 15,2 auf 11,6 Prozent. Beim bereinigten EBIT ging es von 15,6 auf 8,9 Millionen Euro zurück.
Als Ursachen nennt das Unternehmen gestiegene Verwaltungs- und IT-Kosten durch die Einführung eines neuen ERP-Systems, ungünstige Wechselkursentwicklungen beim US-Dollar, Kanadischen Dollar und der Indischen Rupie sowie Verzögerungen bei bedeutenden Verteidigungsaufträgen in Indien.
Segmente: Stabile Clean Energy, leichte Schwäche bei Clean Power
Das Segment Clean Energy kam auf 99,8 Millionen Euro Umsatz – ein minimaler Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Währungseffekte und die verschobenen Indien-Aufträge belasteten, während das Geschäft mit Brennstoffzellen für industrielle Sicherheitstechnik und Videoüberwachung deutlich zulegte.
Im Segment Clean Power Management lagen die Erlöse bei 43,4 Millionen Euro, nach 44,1 Millionen Euro im Vorjahr. Power-Management-Lösungen wuchsen signifikant, doch Frequenzumrichter für die Öl- und Gasindustrie brachen ein. Ein negativer Währungseffekt von rund 5,5 Prozent durch die Umrechnung der kanadischen Umsätze verstärkte den Rückgang.
Auftragseingang bricht ein – bis zum vierten Quartal
Besonders auffällig: Der Auftragseingang fiel von 167,8 auf 118,5 Millionen Euro, der Auftragsbestand schrumpfte von 104,6 auf 78,6 Millionen Euro. Doch das vierte Quartal sticht heraus: Mit rund 40 Millionen Euro markierte es den höchsten Quartals-Auftragseingang des Jahres. Der Quartalsumsatz von 40,6 Millionen Euro war ebenfalls der stärkste Einzelwert 2025. Seit Jahresbeginn 2026 befänden sich mehrere große Projekte in der Entscheidungsphase, so das Management.
Prognose 2026: Wachstum durch Verteidigung
Für das laufende Jahr gibt SFC Energy eine Umsatzprognose von 150 bis 160 Millionen Euro aus – ein Plus von 5 bis 12 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll auf 20 bis 24 Millionen Euro steigen, das bereinigte EBIT auf 11 bis 15 Millionen Euro. Beide Kennzahlen würden damit deutlich über dem Niveau von 2025 liegen und sich wieder dem Vorjahr 2024 annähern.
Der strategische Fokus liegt klar auf Verteidigung und Sicherheit: Der Anteil des Verteidigungsgeschäfts soll 2026 auf 15 bis 20 Prozent des Konzernumsatzes steigen. Zusammen mit zivilen Sicherheitsanwendungen macht dieser Bereich bereits rund 60 Prozent der Gesamterlöse aus. Weitere Wachstumshebel sind der Aufbau einer US-Produktionsstätte, die Skalierung in Südostasien sowie neue Produktplattformen wie Power-Management für Drohnenabwehr-Lasersysteme.
Die endgültigen, geprüften Jahreszahlen wird SFC Energy am 26. März im Geschäftsbericht veröffentlichen. Bis dahin bleibt die Frage, ob das starke Schlussquartal tatsächlich den erhofften Wendepunkt markiert – oder nur eine temporäre Erholung in einem strukturell herausfordernden Umfeld war.
SFC Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SFC Energy-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten SFC Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SFC Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SFC Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








