PepsiCo startet mit juristischem Gegenwind ins neue Jahr. Eine Sammelklage wirft dem Getränkeriesen vor, gemeinsam mit Walmart die Preise manipuliert zu haben. Der Vorwurf: vertikale Preisabsprachen, die kleinere Händler benachteiligen. Während die Anschuldigungen für Unsicherheit sorgen, bauen Großinvestoren ihre Positionen massiv aus.

Die Vorwürfe im Detail

Die am 1. Januar bekannt gewordene Klage vor dem U.S. District Court for the Southern District of New York beschuldigt PepsiCo und Walmart der koordinierten Preisgestaltung. Der Kern: PepsiCo soll Walmart bevorzugte Großhandelspreise und Werbekonditionen eingeräumt haben, die anderen Einzelhändlern verwehrt blieben. Im Gegenzug habe Walmart diese Vorteile genutzt, um Konkurrenten zu unterbieten, während PepsiCo gleichzeitig die Preise für rivalisierende Händler erhöht habe.

Die Kläger argumentieren, dass diese Praxis den Wettbewerb im Markt für Softdrinks gezielt unterdrückt habe. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte PepsiCo gezwungen sein, seine Vertragsstrukturen im Großhandel grundlegend zu überarbeiten – mit möglichen Auswirkungen auf die Margen.

Institutionelle Investoren bleiben optimistisch

Trotz der rechtlichen Risiken zeigt sich ein bemerkenswerter Gegentrend: Cantor Fitzgerald Investment Advisors stockte seine Position um 196,4 Prozent auf – von rund 4.800 auf über 14.000 Aktien. Auch Virginia Retirement Systems erhöhte im dritten Quartal seine Beteiligung um 50,3 Prozent auf mehr als 272.000 Papiere.

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Diese Zukäufe deuten darauf hin, dass professionelle Anleger die juristischen Unwägbarkeiten als beherrschbar einschätzen. Die Bewertung nahe des 52-Wochen-Durchschnitts könnte als Einstiegschance interpretiert werden – zumal PepsiCo im Dezember mit dem Aktivisten-Investor Elliott Investment Management eine Vereinbarung zur Effizienzsteigerung traf.

Sparmaßnahmen als Gegenpol

Die im Dezember angekündigte Strategie sieht Werksschließungen, Kostensenkungen und die Eliminierung von 20 Prozent weniger profitabler Produkte bis Anfang 2026 vor. Diese Produktbereinigung und die geplanten Einsparungen sollen die Margen stärken – ein Vorhaben, das durch die Kartellvorwürfe erschwert werden könnte.

Analysten bewerten die Lage differenziert: Während Rechtsstreitigkeiten im Konsumgütersektor selten unmittelbare Auswirkungen auf die Erträge haben, könnte eine Verurteilung die Preissetzungsmacht von PepsiCo langfristig einschränken. Die technische Marke bei 147 Dollar gilt als nächster Widerstand, während bei 143 Dollar eine Unterstützung verläuft.

Der Markt wartet nun auf die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025, die voraussichtlich Anfang Februar vorgelegt werden. Entscheidend wird sein, wie sich das Management zu den Vorwürfen positioniert und ob die angekündigten Sparmaßnahmen erste Ergebnisse zeigen.

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