Pepsi startet mit gemischten Vorzeichen ins Jahr 2026. Ein deutlich angehobenes Kursziel einer Großbank trifft auf den Verlust eines prominenten Vertriebskanals im Einzelhandel. Entscheidend wird nun, ob die anstehenden Zahlen den Optimismus der Analysten untermauern.

Aktuelle Lage am Markt

Am letzten Handelstag vor dem Martin-Luther-King-Feiertag schloss die Aktie bei 146,32 US-Dollar und gab damit leicht um 0,17 % nach. Die Bewertung liegt derzeit bei rund 200 Milliarden US-Dollar.

Im Fokus steht der 3. Februar: Dann legt Pepsi die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Von diesem Termin erwarten sich viele Investoren neue Impulse für den Kursverlauf.

Analysten: Deutlich höheres Kurspotenzial

Den stärksten positiven Akzent setzt aktuell BNP Paribas Exane. Die Bank stufte die Aktie am 16. Januar 2026 auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 179,00 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau entspricht das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von mehr als 22 %.

Auch Barclays hat seine Einschätzung angepasst. Zwar bleibt es beim Votum „Equal Weight“, das Kursziel wurde jedoch kurz vor den Zahlen von 144 auf 148 US-Dollar angehoben.

Der Konsens der Analysten stellt sich derzeit wie folgt dar:

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  • Durchschnittliches Kursziel: 161,32 US-Dollar
  • Theoretisches Kurspotenzial: rund 10,25 %
  • Einstufungen: 10 Kaufen, 10 Halten, 1 Verkaufen

Damit überwiegt insgesamt ein verhalten positiver Blick auf den Titel.

Rückschlag im Einzelhandel: Costco setzt wieder auf Coca-Cola

Auf der operativen Seite muss Pepsi jedoch einen Rückschlag hinnehmen. Costco beendet die seit rund zehn Jahren laufende Partnerschaft für die Getränkeversorgung in seinen bekannten Food Courts und kehrt bis Anfang 2026 zu Coca-Cola zurück.

Konkrete Umsatz- oder Ergebniseffekte wurden nicht genannt. Belastend wirkt vor allem das Signal: Pepsi verliert einen gut sichtbaren Absatzkanal im direkten Vergleich zum Hauptkonkurrenten. Hintergrund der Entscheidung sind laut Berichten Kundenpräferenzen und Costcos Ziel, den Preis des populären Hot-Dog-Kombis bei 1,50 US-Dollar zu halten.

Institutionelle Käufe, Insider-Verkäufe

Auf Investorenseite zeigen sich gegensätzliche Bewegungen. Ritholtz Wealth Management hat seine Position im dritten Quartal 2025 um 56 % aufgestockt und hält nun Pepsi-Aktien im Wert von 3,43 Millionen US-Dollar. Das stützt die Wahrnehmung der Aktie als verlässlichen Dividendenwert. Auf Basis einer annualisierten Ausschüttung von 5,69 US-Dollar ergibt sich derzeit eine Rendite von etwa 3,9 %.

Dem stehen Insiderverkäufe gegenüber. Die texanische Abgeordnete Julie Johnson trennte sich im Dezember 2025 von Pepsi-Anteilen; die Transaktion wurde am 15. Januar 2026 gemeldet. Solche Verkäufe müssen nicht fundamental motiviert sein, werden von Marktteilnehmern aber regelmäßig aufmerksam verfolgt.

Ausblick auf 2026

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 hat Pepsi bereits Eckdaten kommuniziert:

  • Organisches Umsatzwachstum: 2 % bis 4 %
  • Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie (konstante Währungen): 4 % bis 6 %

Damit steckt der Konzern einen moderaten Wachstumskorridor ab. Für den Aktienkurs dürften die Zahlen und der Ausblick am 3. Februar zum zentralen Katalysator werden: Dann zeigt sich, ob die Aktie in Richtung der Konsensziele um 160 US-Dollar laufen kann oder ob die jüngliche Seitwärtsbewegung zunächst anhält.

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