Die Aktie von UnitedHealth Group zeigt nach turbulenten Wochen erste Lebenszeichen. Am 13. Februar kletterte der Kurs um 3,1 Prozent auf 293,19 Dollar. Damit arbeitet der US-Krankenversicherer daran, einen Teil der massiven Verluste wettzumachen, die seit Jahresbeginn auf dem Papier stehen. Doch die Erholung bleibt fragil – zu groß sind die regulatorischen Unsicherheiten.

Die wichtigsten Fakten:

  • Aktueller Kurs: 293,19 Dollar (+3,1% am 13. Februar)
  • Marktkapitalisierung: rund 265,6 Milliarden Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 234,60 bis 606,36 Dollar
  • Dividendenrendite: etwa 3 Prozent
  • Nächster Quartalsbericht: April 2026

Historischer Absturz liegt noch nicht lange zurück

Der jüngste Kursanstieg kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass UnitedHealth eine der schwierigsten Phasen der Unternehmensgeschichte durchlebt. Am 27. Januar brach die Aktie nach Vorlage der Q4-2025-Zahlen um fast 20 Prozent an einem einzigen Tag ein. Aktuell notiert der Titel rund 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau und mehr als 50 Prozent unter den Höchstständen von knapp 600 Dollar aus dem späten 2024.

Medicare-Sätze enttäuschen massiv

Der Hauptgrund für die anhaltende Schwäche: Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) haben für 2027 eine Anhebung der Medicare-Advantage-Sätze um lediglich 0,09 Prozent vorgeschlagen. Das entspricht faktisch einer Nullrunde. Analysten hatten hingegen mit Steigerungen zwischen 4 und 6 Prozent gerechnet.

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Für UnitedHealth wiegt diese Diskrepanz besonders schwer. Das Unternehmen ist gemessen an der Mitgliederzahl der größte Medicare-Versicherer in den USA. Jede Veränderung der Erstattungssätze schlägt direkt auf die Profitabilität durch.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Die Wall Street hat ihre Einschätzungen zuletzt deutlich angepasst:

  • Mizuho senkte das Kursziel am 5. Februar von 430 auf 350 Dollar, hält aber an der "Outperform"-Einstufung fest
  • Wells Fargo reduzierte Ende Januar das Ziel von 400 auf 370 Dollar und verwies auf den Druck durch Medicare-Sätze sowie begrenzte Transparenz bei der 2026er-Prognose
  • Im Konsens von 26 Analysten lautet die Empfehlung weiterhin "Moderate Buy", wobei 16 Experten mit "Strong Buy" votieren

Ausblick bleibt gedämpft

UnitedHealth rechnet für 2026 mit Erlösen von etwa 439 Milliarden Dollar und einem operativen Gewinn von rund 24 Milliarden Dollar. Neben den Medicare-Herausforderungen belasten zusätzliche regulatorische Baustellen: Das Justizministerium untersucht Abrechnungspraktiken im Medicare-Bereich. Zudem setzen neue Transparenzregeln des Arbeitsministeriums für Pharmacy Benefit Manager das Optum-Geschäft unter Druck.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 15,3 – im historischen Vergleich günstig, aber die Unsicherheit bleibt hoch. Die endgültige Festlegung der Medicare-Advantage-Sätze für 2027 wird im Frühjahr erwartet. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben. Der nächste Quartalsbericht im April wird zeigen, wie gut das Unternehmen die Kostenseite im Griff hat.

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