Die BASF-Aktie erlebt eine bemerkenswerte Neubewertung. Nachdem die Privatbank Berenberg den Chemiekonzern monatelang mit "Sell" eingestuft hatte, erfolgte am gestrigen Montagabend die Kehrtwende: Das Rating wurde auf "Hold" angehoben, das Kursziel kletterte von 38 auf 48 Euro. Eine Aufwertung um mehr als 26 Prozent – und das trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Standort Deutschland.

Politik als Kurstreiber

Analyst Sebastian Bray begründet seine geänderte Einschätzung mit einem fundamentalen Wandel der Perspektive. Seine ursprüngliche Verkaufsempfehlung von Mitte Oktober 2025 basierte auf der Annahme hoher Bewertungen und sinkender Markterwartungen. Tatsächlich fiel der Ergebniskonsens seither um rund 15 Prozent. Doch die Aktie entwickelte sich konträr: Eine massive Erholung setzte ein, getrieben durch zwei zentrale Impulse – das angekündigte deutsche Fiskalpaket und die mögliche Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate über 2026 hinaus.

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Der Stahlsektor liefert dabei die Blaupause. Dort zeigt sich, welches Aufwärtspotenzial politische Unterstützungsmaßnahmen entfalten können. Berenberg sieht ähnliche Mechanismen nun auch bei BASF greifen. Die Hoffnung auf staatliche Rückendeckung überschattet offenbar die operative Schwäche.

Strukturelle Lasten bleiben

Doch die Euphorie hat Grenzen. Die hohen Energiekosten am deutschen Standort belasten weiterhin Wettbewerbsfähigkeit und Margen des DAX-Konzerns. Während politische Signale kurzfristig Impulse setzen, bleibt die Frage nach der langfristigen strategischen Ausrichtung offen. Beim Aktienrückkaufprogramm zeigt sich BASF deutlich zurückhaltender als andere DAX-Unternehmen – ein Zeichen defensiver Kapitalallokation in unsicheren Zeiten.

Die neue "Hold"-Einstufung spiegelt diesen Zwiespalt wider: Berenberg sieht die Papiere nicht mehr als Verkaufskandidat, aber auch noch nicht als Kaufgelegenheit. Das Kursziel von 48 Euro liegt aktuell über dem Handelsniveau, signalisiert aber moderates Potenzial. Für Anleger bedeutet das: abwarten und die Umsetzung der angekündigten politischen Maßnahmen beobachten.

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