Mehrere Investmentbanken haben gestern ihre Einschätzungen zu PepsiCo angepasst, während der Konzern parallel eine größere Effizienzoffensive mit KI-Technologie vorantreibt. Im Fokus stehen nun die anstehenden Quartalszahlen Anfang Februar und die Frage, ob Produktivitätsgewinne und defensive Qualitäten die Sorgen um das Wachstum in Nordamerika ausgleichen können.

Analysten justieren Kursziele

UBS hat gestern ihre Kaufempfehlung für PepsiCo bestätigt, das Kursziel aber leicht von 172 auf 170 US‑Dollar gesenkt – ein Rückgang von rund 1,2 %. Begründet wird der Schritt mit einem weiterhin schwierigen Konsumumfeld, auch wenn die Produktivitätsprogramme des Konzerns nach Einschätzung der Bank an Schlagkraft gewonnen haben und 2026 das Ergebnis stützen könnten.

Evercore ISI bleibt ebenfalls bei seiner bisherigen Einstufung „In Line“ und hält an einem Kursziel von 152 US‑Dollar fest. Ausgehend vom aktuellen Kurs signalisiert das ein begrenztes Aufwärtspotenzial von etwa 4 %. Insgesamt spiegelt die Spanne der Kursziele eine geteilte Sicht wider: Ein Teil des Marktes schätzt die defensive Aufstellung des Unternehmens, andere sind zurückhaltender mit Blick auf das Mengenwachstum vor allem in Nordamerika.

KI und „Digital Twin“ als Effizienzhebel

Operativ arbeitet PepsiCo an einer umfassenden Modernisierung seiner Lieferkette. Zum Start der CES 2026 Anfang Januar hat das Unternehmen eine Kooperation mit Siemens und NVIDIA bekanntgegeben, um sogenannte „Digital Twin“-Lösungen in der gesamten Supply Chain auszurollen.

Die neuen, KI-gestützten Systeme werden derzeit in US‑Werken getestet und haben nach Unternehmensangaben bereits deutliche Effekte gezeigt:

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  • Durchsatz: Rund 20 % höherer Produktionsdurchsatz an den Pilotstandorten
  • Investitionen: Erwartete 10–15 % geringere Investitionsausgaben (CAPEX) durch virtuelle Tests und Simulationen
  • Risiko: Identifikation von knapp 90 % potenzieller Engpässe, bevor physische Anpassungen umgesetzt werden

Diese Verbesserungen sind für die langfristige Margenentwicklung zentral, da sie Effizienz, Planungssicherheit und Kapitaleinsatz gleichzeitig adressieren.

Blick auf Quartalszahlen und Regulierung

Im Mittelpunkt steht nun der Quartalsbericht zum vierten Quartal, der am 3. Februar veröffentlicht werden soll. Der Markt rechnet dabei eher mit einem ruhigen Zahlenwerk, da das Management bereits einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 gegeben hat.

Die Prognose des Unternehmens:

  • Organisches Umsatzwachstum: 2–4 %
  • Core-EPS-Wachstum: 5–7 %

Parallel bleibt das regulatorische Umfeld anspruchsvoll. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 13. Januar erneut höhere Steuern auf zuckerhaltige Getränke gefordert. Trotz dieses Belastungsfaktors zeigt sich die Aktie bislang robust, gestützt durch eine vergleichsweise hohe Dividendenrendite und die defensive Positionierung im Konsumgütersektor.

Bewertung und zentrale Stellschrauben

Aktuelle Kennzahlen zu Pepsi:

  • Aktueller Kurs: 145,92 US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung: rund 202 Mrd. US‑Dollar
  • KGV: etwa 27,3
  • Dividendenrendite: rund 4,0 %
  • Nächster Zahlen-Termin: 3. Februar 2026

Der Titel notiert damit unter dem durchschnittlichen Analystenkursziel von rund 158 US‑Dollar. Kurzfristig dürfte die Kursentwicklung vor allem davon abhängen, ob die angekündigten Effizienzmaßnahmen messbar im Ergebnis ankommen und ob die anstehenden Q4-Zahlen Anzeichen für eine Erholung der Absatzmengen liefern.

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