Die Gerüchteküche brodelte – und brachte die Aktie kurzfristig kräftig in Bewegung. Doch nun wird der Ton deutlich nüchterner: PayPal soll aktuell keinen Verkauf des Unternehmens vorantreiben. Damit verliert ein wichtiger Kurstreiber der Woche an Kraft.

Gerüchte – und dann die Kehrtwende

Auslöser der Rally waren Berichte von Anfang der Woche, wonach mindestens ein Wettbewerber eine vollständige oder teilweise Übernahme geprüft haben soll. In der Spekulation fiel auch der Name Stripe. Die Hoffnung auf einen Deal sorgte für starkes Interesse am Markt – laut Berichten war die Volatilität zeitweise so hoch, dass der Handel kurz unterbrochen wurde.

Nur wenige Tage später folgte dann der Dämpfer: Am 26. Februar hieß es in neuen Berichten, PayPal befinde sich nicht in aktiven Verkaufsgesprächen. Stattdessen soll das Unternehmen seit Monaten mit Beratern daran arbeiten, sich gegen eine mögliche unaufgeforderte Offerte oder eine Aktivisten-Kampagne zu wappnen. Was heißt das für Anleger? Vor allem: Die Übernahmefantasie, die den Kurs kurzfristig nach oben gezogen hatte, verliert damit an Substanz – entsprechend gaben die Aktien nach.

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Warum PayPal überhaupt als „angreifbar“ galt

Die Spekulation fiel nicht zufällig auf fruchtbaren Boden. Anfang Februar hatte PayPal enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt und zugleich einen schwachen Ausblick für 2026 geliefert. Beim bereinigten Jahresgewinn stellte das Unternehmen eine Spanne in Aussicht, die von einem kleinen Rückgang bis leichtem Plus reicht – und damit unter den Erwartungen vieler Analysten lag. Solche Signale drücken typischerweise auf die Bewertung, weil Anleger weniger Wachstum und geringere Planbarkeit einpreisen.

Hinzu kommt ein Führungswechsel zur Unzeit: Zusammen mit dem Ausblick kündigte PayPal an, dass CEO Alex Chriss durch Enrique Lores ersetzt wird – wirksam ab dem 1. März 2026. In Phasen mit schwächerer Dynamik und Managementwechseln steigt erfahrungsgemäß die Anfälligkeit für M&A-Gerüchte, weil der Markt nach „externen Lösungen“ sucht.

Kursbild: Kurzfristig heiß, langfristig angeschlagen

Auf Sicht von sieben Tagen legte die Aktie zwar um 9,23% zu – gleichzeitig steht sie seit Jahresanfang mit -22,24% deutlich im Minus. Das unterstreicht, wie stark kurzfristige Gerüchte die Stimmung drehen können, während die mittelfristigen Sorgen (schwächerer Ausblick, Übergang im Management) weiter im Kurs stecken.

Mit Blick nach vorn ist der 1. März 2026 der nächste klare Fixpunkt: Dann übernimmt Enrique Lores offiziell. Nach dem Ende der akuten Verkaufsspekulation dürfte für den Kurs vor allem zählen, ob das neue Management den schwachen Ausblick glaubwürdig stabilisieren kann – und wie überzeugend PayPal seine „Abwehrstrategie“ gegen Aktivisten oder unaufgeforderte Annäherungen kommuniziert.

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