Voestalpine Aktie: Zoll-Wende nährt Hoffnung
Die Voestalpine-Aktie steht mit knapp 49 Euro nahe ihres Jahreshochs. Dabei helfen dem österreichischen Stahlkonzern nicht nur solide Quartalsergebnisse – sondern auch Signale aus Washington. EU-Beamte erwarten laut Bloomberg eine baldige Lockerung der US-Zölle auf stahlhaltige Produkte. Nach Monaten des Handelskonflikts könnte sich damit ein wichtiger Belastungsfaktor für die europäische Stahlindustrie abschwächen.
Zollsenkung in Sicht – aber nicht für Rohstahl
Laut einem Bericht vom 24. Februar rechnen Brüsseler Kreise damit, dass Washington innerhalb weniger Wochen die Abgaben auf Produkte mit Stahl- oder Aluminiumanteilen senkt. Die 50-%-Zölle auf Rohstahl selbst blieben demnach bestehen. Für Voestalpine, dessen Geschäft stark auf verarbeitete Stahlprodukte für Automotive, Aerospace und Bahntechnik ausgerichtet ist, wäre das eine spürbare Entlastung.
Der Hintergrund: Die USA hatten im Juni 2025 die Stahlzölle von 25 auf 50 Prozent verdoppelt und im August auf über 400 Produkte ausgeweitet. Die Folge war ein Einbruch der EU-Stahlexporte in die USA um 30 Prozent zwischen Juni und Dezember 2025. Verhandlungen über eine umfassende Lösung stocken – Washington knüpft Zugeständnisse an die Umsetzung des breiteren Handelsabkommens mit der EU.
Operative Stärke trotz schwachem Umfeld
Die jüngsten Neunmonatszahlen (per 31. Dezember 2025) zeigen ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank auf 11,1 Milliarden Euro, das EBITDA stieg jedoch um 7,2 Prozent auf rund eine Milliarde Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um knapp 21 Prozent auf 473 Millionen Euro zu.
Besonders hervorzuheben: Die Nettoverschuldung fiel um über 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,2 auf 18,7 Prozent. Der Free Cashflow erreichte 345 Millionen Euro. Das Management bestätigte die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro.
Allerdings verfehlte das Ergebnis die Analystenerwartungen um rund 50 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem die anhaltende Industrieschwäche in Europa und die Krise im Automobilsektor. Positiv wirkten sich dagegen die Nischenbereiche Aerospace und Bahnsysteme sowie das Indien-Geschäft aus.
Heimatmarkt profitiert von EU-Schutzmaßnahmen
Parallel zur US-Zolldebatte hat die EU-Kommission im Oktober 2025 eigene Schutzmaßnahmen vorgeschlagen: Das zollfreie Importvolumen soll auf 18,3 Millionen Tonnen halbiert werden, darüber hinausgehende Importe würden mit 50 Prozent belegt. Ziel ist der Schutz vor chinesischen Überkapazitäten – eine Maßnahme, die den europäischen Heimatmarkt für Produzenten wie Voestalpine stärken dürfte.
Der nächste wichtige Termin für Investoren ist der 3. Juni 2026, wenn Voestalpine den Jahresbericht vorlegt. Bis dahin bleibt abzuwarten, ob Washington die angekündigten Zollerleichterungen tatsächlich umsetzt – und wie stark die Entlastung ausfallen wird.
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