Stripe, eines der wertvollsten privaten Fintech-Unternehmen der Welt, soll Interesse an PayPal signalisiert haben. Die Bloomberg-Meldung vom 24. Februar löste die stärkste Kursrally seit Wochen aus – und wirft die Frage auf, ob der angeschlagene Payment-Riese zum Übernahmekandidaten wird.

Was hinter den Gerüchten steckt

Laut Bloomberg führt Stripe frühe Gespräche über eine mögliche Übernahme von PayPal oder Teilen des Geschäfts. Beide Unternehmen wollten sich nicht äußern. Die Nachricht traf PayPal in einer Phase erheblicher Schwäche: Die Aktie hatte seit Jahresbeginn rund 19 Prozent verloren, nachdem bereits 2025 ein Drittel des Werts vernichtet wurde.

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Bemerkenswert ist die Bewertungslücke zwischen den beiden Konkurrenten. Stripe erreichte nach einer sekundären Aktienplatzierung Ende Februar eine Bewertung von 159 Milliarden Dollar – PayPal bringt derzeit lediglich rund 43 Milliarden Dollar auf die Waage. Der Payment-Dienst wird trotz Rekordumsätzen und -gewinnen zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 8,75 gehandelt.

Führungswechsel schafft Zeitfenster

Das Timing ist kaum Zufall. PayPal steckt mitten in einem turbulenten Führungswechsel: CEO Alex Chriss wurde nach nur 16 Monaten im Amt ausgetauscht. Sein Nachfolger Enrique Lores, zuvor Chef von HP, übernimmt offiziell am 1. März. Zwischenzeitlich führt Finanzchefin Jamie Miller die Geschäfte.

Der Auslöser für den jüngsten Absturz war der Quartalsbericht vom 3. Februar mit enttäuschender Prognose. Die Aktie brach damals um über 20 Prozent ein und rutschte bis zum 12. Februar auf ein 52-Wochen-Tief von 38,46 Dollar. Analysten sehen die Übergangsphase als mögliches Gelegenheitsfenster, in dem der Verwaltungsrat strategische Alternativen prüfen könnte – darunter auch einen Verkauf oder die Veräußerung einzelner Geschäftsbereiche wie Venmo.

Ausblick bleibt offen

Ob aus den Sondierungen ein konkretes Angebot entsteht, ist völlig unklar. Die Gespräche befinden sich laut Bloomberg in einem sehr frühen Stadium, ein formelles Gebot liegt nicht vor. Fest steht: PayPal steht an einem strategischen Scheideweg. Mit dem neuen CEO Lores, der Anfang März übernimmt, dürfte sich zeigen, welche Richtung das Unternehmen einschlägt – mit oder ohne externen Käufer.

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