PayPal Aktie: Richtungsentscheidung steht an
Die PayPal-Aktie hat ein turbulentes Jahr hinter sich und markierte am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief. Mit einem Kursverlust von fast 50 Prozent auf Zwölfmonatssicht stehen Anleger vor einer entscheidenden Woche. Am kommenden Dienstag präsentiert der Zahlungsdienstleister seine Quartalszahlen – und die Erwartungen könnten kaum angespannter sein. Gelingt die fundamentale Wende oder setzt sich der Ausverkauf weiter fort?
Zahlenwerk und Bewertung
Am Dienstag, den 3. Februar 2026, öffnet PayPal vor Börsenbeginn die Bücher für das vierte Quartal. Analysten rechnen laut Zacks Investment Research mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 1,29 US-Dollar, was einem Anstieg von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Der Umsatz wird bei etwa 8,8 Milliarden US-Dollar erwartet.
Trotz dieser soliden Wachstumsprognosen steht der Titel massiv unter Druck. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 11 bewegt sich die Bewertung auf einem Niveau, das viele Marktbeobachter als günstiges "Value"-Territorium einstufen. Dem gegenüber stehen jedoch anhaltende Sorgen über den intensiven Wettbewerb im digitalen Zahlungsverkehr, die den Kurs zuletzt belasteten.
Strategische Expansion im Hintergrund
Ungeachtet der schwachen Kursentwicklung treibt das Management die operative Neuausrichtung voran. Im Januar wurden zwei wesentliche strategische Schritte unternommen, um die Marktposition zu festigen:
- Partnerschaft mit Authvia: Eine neue Kooperation soll Zahlungen direkt per SMS und RCS-Nachrichten ermöglichen. Diese "Text-to-Pay"-Initiative zielt darauf ab, Transaktionen direkt in der Kommunikation abzuwickeln und so Hürden für Nutzer und Händler abzubauen.
- Übernahme von Cymbio: Berichten zufolge akquirierte PayPal im Januar den Anbieter Cymbio. Dieser Schritt stärkt den Bereich "Agentic Commerce" und soll durch die Integration in Plattformen wie Microsoft Copilot Händlern helfen, ihre Vertriebskanäle effizienter zu steuern.
Analysten uneins über Ausblick
Die Stimmung an der Wall Street ist gespalten. Während Goldman Sachs das Kursziel senkte und zum Verkauf riet, was den jüngsten Abwärtsdruck verstärkte, bleiben andere Experten vorsichtig optimistisch und sehen den fairen Wert deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Die technische Situation präsentiert sich derweil angespannt. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 44,09 Euro exakt auf ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang summiert sich der Verlust bereits auf über 24 Prozent.
Für Anleger liegt der Fokus am Dienstag nicht nur auf den Ergebnissen des abgelaufenen Quartals. Entscheidend wird der Ausblick des Managements auf das Gesamtjahr 2026 sein sowie konkrete Hinweise darauf, wie schnell die neuen Initiativen rund um Authvia und Cymbio messbar zum Umsatzwachstum beitragen können.
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