BayWa Aktie: Innovationspotenzial erforscht
Bei BayWa jagt eine Meldung die nächste: Ein überraschender Chefwechsel trifft auf neue Diskussionen um Transparenz – mitten in einer laufenden Restrukturierung. Gleichzeitig liefert der vereinbarte Verkauf der Tochter Cefetra einen wichtigen Baustein zur Entschuldung. Was wiegt für Anleger aktuell stärker: die Sanierungsfortschritte oder die neuen Störgeräusche?
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- CEO-Abgang mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben; Dienstverhältnis endet offiziell Ende Juli
- Ordnungsgeld wegen verspäteter Veröffentlichung von Geschäftszahlen (2.500 Euro)
- Cefetra-Verkauf: rund 125 Mio. Euro Kaufpreis plus ca. 62 Mio. Euro aus Darlehensrückzahlungen
- Erwartete Reduktion der Bankverbindlichkeiten um mehr als 600 Mio. Euro
- Jahreszahlen 2025 sollen am 26. März kommen
Chefwechsel und neue Zuständigkeiten
Heute wirkt die Führungsspitze bei BayWa deutlich anders als noch zu Jahresbeginn. Der Aufsichtsrat und der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Hiller haben sich laut Ad-hoc-Mitteilung auf ein sofortiges Ende seiner Amtszeit geeinigt. Offiziell endet das Dienstverhältnis zum 31. Juli. Als Begründung nannte das Unternehmen „unterschiedliche Auffassungen über die mittel- bis langfristige Strategie“.
Die Aufgaben des bisherigen Vorstandschefs verteilt BayWa auf die drei verbleibenden Vorstandsmitglieder:
- Michael Baur (CRO): Strategie, Recht sowie die Bereiche Baustoffe und Technik
- Prof. Dr. Matthias J. Rapp (CFO): zusätzlich Compliance, Revision und Investor Relations
- Dr. Marlen Wienert: Personal und Nachhaltigkeit
Ordnungsgeld und Vorgeschichte bei der Transparenz
Neben dem personellen Einschnitt kam zuletzt auch das Thema Berichterstattung wieder hoch. Bekannt wurde, dass das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld von 2.500 Euro verhängt hat. Hintergrund ist eine verspätete Übermittlung von Geschäftszahlen an den Bundesanzeiger (Verstoß gegen § 325 HGB). Die BaFin bestätigte zudem, dass BayWa keine Beschwerde eingelegt hat.
Der Vorgang steht nicht isoliert. Bereits im Oktober hatte die BaFin Fehler im Jahresabschluss 2023 bemängelt. Außerdem ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen frühere Vorstände wegen des Verdachts der „unrichtigen Darstellung“.
Cefetra-Verkauf soll Schulden deutlich drücken
Operativ entscheidend für den Sanierungskurs ist der vereinbarte Verkauf der niederländischen Getreidehändlertochter Cefetra an ein Investorenkonsortium. Laut Ad-hoc-Mitteilung liegt der Kaufpreis bei rund 125 Millionen Euro. Zusätzlich sollen etwa 62 Millionen Euro aus der Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen zufließen.
BayWa erwartet durch die Transaktion eine Reduktion der Bankverbindlichkeiten um mehr als 600 Millionen Euro. Der Abschluss wird für das erste Quartal erwartet.
Zum größeren Rahmen: Das Unternehmen verweist darauf, dass die Restrukturierung planmäßig laufe. Der Sanierungsplan wurde im Sommer 2024 mit den Gläubigern bis 2027 vereinbart. Ziel ist es, die Bankverbindlichkeiten von ursprünglich über 5 Milliarden Euro bis 2028 auf etwa 1,3 Milliarden Euro zu senken.
Als nächster fixer Termin sind die Jahreszahlen 2025 am 26. März angekündigt.
BayWa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BayWa-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten BayWa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BayWa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BayWa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








