Nokia Aktie: Solide Zahlen reichen nicht
Nokia hat am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick durchaus überzeugen. Der finnische Netzwerkausrüster steigerte den Umsatz im vierten Quartal auf 6,1 Milliarden Euro – ein Plus von 3 Prozent im Jahresvergleich. Die operative Marge lag bei 17,3 Prozent, der Free Cashflow für das Gesamtjahr erreichte solide 1,5 Milliarden Euro. Doch die Börse quittierte das mit Kursverlusten. Was war los?
Wachstum ja, aber zu verhalten
Die Zahlen selbst waren keineswegs schlecht. Im Gegenteil: Nokia lieferte weitgehend das ab, was angekündigt war. Die Netzwerkinfrastruktur-Sparte erwies sich als Wachstumstreiber, allen voran das Geschäft mit optischen Netzen. Hier profitiert Nokia von der massiven Aufrüstung der Rechenzentren, die durch KI-Anwendungen getrieben wird. Cloud-Betreiber investieren weiter, um die steigenden Datenmengen bewältigen zu können.
Für das laufende Jahr 2026 peilt Nokia einen vergleichbaren operativen Gewinn zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro an. Gleichzeitig strukturiert sich das Unternehmen um: Seit Jahresbeginn gibt es nur noch zwei Geschäftsbereiche – Netzwerkinfrastruktur und die neue Sparte Mobile Infrastructure, die mehrere bisherige Einheiten bündelt.
Ausblick enttäuscht Erwartungen
Der Markt hatte offenbar auf mehr gehofft. Der Ausblick für 2026 signalisiert eher ein Übergangsjahr als dynamisches Wachstum. Während Nokia operativ stabil aufgestellt ist und die Integration der zugekauften Infinera vorantreibt, fehlt vorerst die Fantasie für eine deutliche Beschleunigung. Hinzu kommt die generelle Vorsicht bei Tech-Infrastruktur-Werten: Investoren hinterfragen zunehmend, wann sich die massiven KI-Investitionen der großen Cloud-Anbieter auszahlen – und das bremst auch die Zulieferer.
Dividende im Fokus
Für Einkommens-Investoren gibt es dennoch Grund zur Freude. Am 3. Februar ist der Stichtag für die Zahlung der finalen Tranche aus der 2024-Autorisierung – rund 0,03 Euro je Aktie, ausgezahlt am 12. Februar. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand zudem eine neue Dividendenautorisierung von 0,14 Euro je Aktie vor, die in vierteljährlichen Raten ausgeschüttet werden soll. Die Entscheidung fällt auf der Hauptversammlung im Frühjahr 2026.
Anleger sollten die ersten Monate des neuen Jahres genau beobachten. Entscheidend wird sein, wie schnell Nokia die neue Struktur mit Leben füllt und ob die Mobile-Infrastructure-Sparte Schwung aufnimmt. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob 2026 tatsächlich nur eine Konsolidierungsphase ist – oder der Startpunkt für eine neue Wachstumswelle.
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