PayPal Aktie: Banges Abwarten?
PayPal gerät ausgerechnet kurz vor den Quartalszahlen in die Defensive. Eine neue Analystenabstufung stellt die Rolle des Konzerns in einer kommenden „Agentic-Commerce“-Welt infrage – also in einem Umfeld, in dem KI-Agenten Einkäufe und Zahlungen im Hintergrund abwickeln. Entscheidend wird nun, ob der anstehende Bericht diese Zweifel entkräften kann.
Abstufung trifft die Stimmung
Der unmittelbare Auslöser der jüngsten Schwäche war eine Studie von Rothschild & Co Redburn vom 28. Januar. Die Analysten stuften PayPal von „Neutral“ auf „Sell“ herab und senkten das Kursziel deutlich von 70 auf 50 US-Dollar. Die Botschaft dahinter: Aus ihrer Sicht ist das Chance-Risiko-Verhältnis aktuell unattraktiv.
Begründet wurde der Schritt vor allem mit Sorgen um die Wettbewerbsposition. Laut Redburn könnte der „marginale Konsument“ – also der Kunde, der am ehesten den Anbieter wechselt – stärker zu Alternativen wie Apple Pay, Google Pay oder Shop Pay abwandern. In einer stärker KI-gesteuerten Shopping-Welt drohe PayPal damit an Sichtbarkeit und Relevanz zu verlieren, trotz seiner Größe.
Auffällig: Nach der Abstufung zog das Handelsvolumen deutlich an. Das deutet darauf hin, dass größere Marktteilnehmer ihre Positionierung vor einem wichtigen Termin neu justieren.
Fokus auf den 3. Februar
Der Zeitpunkt ist brisant, denn PayPal legt die Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Dienstag, 3. Februar 2026, vor. Was wollen Investoren dort sehen? Vor allem zwei Dinge: stabilere Margen und Wachstum beim Zahlungsvolumen. Denn die Diskussion dreht sich weniger um die Vergangenheit, sondern um den Ausblick und darum, ob strategische Anpassungen im umkämpften Fintech-Markt greifen.
Worauf der Markt besonders achten dürfte: Kann PayPal mit Ergebnis und Ausblick genug liefern, um die skeptische „Sell“-These zumindest zu relativieren?
KI-Strategie: Cymbio als Baustein
Parallel versucht PayPal, seine technologische Basis für genau dieses KI-getriebene Commerce-Szenario auszubauen. Am 22. Januar 2026 kündigte das Unternehmen die Übernahme von Cymbio an, einer Multi-Channel-Orchestrierungsplattform aus Tel Aviv.
Das Ziel: Händler sollen PayPal einfacher in KI-gestützte Shopping-Plattformen einbinden können. PayPal will damit sicherstellen, dass die eigenen Zahlungswege auch dann eine Rolle spielen, wenn Kaufentscheidungen und Checkout-Prozesse stärker automatisiert im Hintergrund laufen.
Kurzüberblick der wichtigsten Fakten:
- Analysten-Schritt: Rothschild & Co Redburn senkt auf „Sell“, Kursziel 50 USD (zuvor 70 USD)
- Nächstes Ereignis: Q4-Zahlen am 3. Februar 2026
- Strategischer Schritt: Übernahmevereinbarung für Cymbio (gemeldet am 22. Januar)
Die Aktie markiert heute bei 44,09 € ein neues 52-Wochen-Tief und liegt damit klar unter wichtigen Durchschnittswerten – ein Zeichen, wie angespannt die Lage vor den Zahlen ist. Am 3. Februar dürfte sich entscheiden, ob PayPal mit operativen Signalen und Ausblick genügend Substanz liefert, um die jüngste Skepsis wieder einzufangen.
PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:
Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








