ASML Aktie: Rekordjahr
ASML liefert ab – und zwar auf mehreren Ebenen. Rekordzahlen für 2025, ein prall gefülltes Auftragsbuch und zugleich ein großes Aktienrückkaufprogramm: Die Botschaft ist klar. Doch warum kündigt der Chip-Ausrüster ausgerechnet jetzt auch einen spürbaren Stellenabbau an?
KI-Nachfrage treibt das Geschäft
In seiner Mitteilung vom 28. Januar hat ASML für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 Rekordergebnisse gemeldet. Der Treiber dahinter bleibt die hohe Nachfrage nach fortschrittlicher Halbleitertechnik, die stark von KI-Investitionen geprägt ist.
Für 2025 weist ASML aus:
- Nettoumsatz: 32,7 Mrd. Euro
- Bruttomarge: 52,8%
- Nettogewinn: 9,6 Mrd. Euro
Besonders stark fiel das Schlussquartal aus: 9,7 Mrd. Euro Umsatz bei 52,2% Bruttomarge. Zudem verbuchte ASML in Q4 Umsätze für zwei „High NA“-Systeme – ein Hinweis darauf, dass die nächste Technologiegeneration zunehmend im Markt ankommt.
Aufträge und Ausblick: Rückenwind bleibt
Noch wichtiger als der Rückblick war für viele Anleger der Blick auf die Bestellungen. Die Nettoauftragseingänge stiegen im vierten Quartal 2025 auf 13,2 Mrd. Euro, darunter 7,4 Mrd. Euro EUV-Aufträge. Im Vorjahresquartal lagen die Bookings bei 7,1 Mrd. Euro. Der Auftragsbestand summierte sich Ende 2025 auf 38,8 Mrd. Euro.
Für 2026 stellt ASML weiteres Wachstum in Aussicht:
- Umsatzprognose 2026: 34 bis 39 Mrd. Euro
- Bruttomarge 2026: 51% bis 53%
- Q1/2026 Umsatzprognose: 8,2 bis 8,9 Mrd. Euro
CEO Christophe Fouquet verwies darauf, dass Kunden die mittelfristige Marktlage inzwischen „spürbar positiver“ einschätzen – gestützt auf die Erwartung einer nachhaltigen KI-getriebenen Nachfrage.
Am Markt spiegelte sich zuletzt allerdings auch wider, dass nach dem starken Lauf Gewinnmitnahmen schnell Druck erzeugen können: Am Freitag schloss die Aktie bei 1.423,00 USD, ein Tagesminus von 2,21%.
12 Milliarden Euro Buyback – und 1.700 Jobs weniger
Parallel zu den Zahlen hat ASML zwei Entscheidungen verkündet, die auf den ersten Blick gegensätzlich wirken, aber zusammen ein klares Ziel verfolgen: Kapitalrückfluss an Aktionäre – bei gleichzeitig schlankerem Apparat.
- Aktienrückkaufprogramm: bis zu 12 Mrd. Euro, Ausführung bis 31. Dezember 2028
- Dividende für 2025: 7,50 Euro je Aktie, das sind +17% gegenüber 2024
- Restrukturierung: rund 1.700 Stellen weniger, vor allem durch Straffung von Technology- und IT-Organisationen
ASML begründet den Umbau damit, den Fokus auf Engineering und Innovation zu schärfen und eine schnellere Kultur zurückzubringen. Betroffen sind laut Unternehmen vor allem Führungspositionen in den Niederlanden und den USA. Insgesamt entspricht das rund 4% der weltweiten Belegschaft (ca. 44.000 Mitarbeiter).
Unterm Strich zeigt ASML damit: Die Nachfrage bleibt hoch, aber die Organisation soll effizienter werden, damit das Wachstum nicht im eigenen Verwaltungsaufwand steckenbleibt.
Der nächste konkrete Termin für Anleger steht bereits fest: Am 15. April 2026 werden die nächsten Ergebnisse erwartet.
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