PayPal steht an der Börse derzeit mit dem Rücken zur Wand. Seit Jahresanfang hat das Papier über 17 Prozent an Wert verloren und notiert gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief. Doch inmitten der anhaltenden Korrektur sorgt eine Transaktion für Aufsehen: Ein institutioneller Großinvestor stellt sich gegen den breiten Markttrend und nutzt die gedrückten Kurse für einen massiven Einstieg.

Gegen den Strom geschwommen

Während viele Anleger angesichts der schwachen Performance das Weite suchen, zeigen aktuelle Daten eine aggressive Akkumulation durch institutionelles Kapital. Konkret hat die Commerzbank Aktiengesellschaft FI ihre Position bei dem Zahlungsdienstleister drastisch ausgebaut. Der Investor erhöhte seinen Anteil um bemerkenswerte 766,1 Prozent und kaufte über 321.000 Aktien hinzu.

Dieser Schritt wird von Marktbeobachtern als klassisches antizyklisches Manöver gewertet. Die Aufstockung auf nun insgesamt mehr als 360.000 Anteile deutet darauf hin, dass einige Großanleger auf dem aktuellen Preisniveau eine Unterbewertung sehen. Das Chance-Risiko-Verhältnis scheint sich für das „große Geld“ zugunsten der Käuferseite verschoben zu haben, obwohl die Stimmung im Gesamtmarkt weiterhin angespannt bleibt.

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Kritische Marken im Fokus

Charttechnisch bewegt sich die Aktie auf dünnem Eis. Mit einem Schlusskurs von 48,01 Euro am Freitag trennen das Papier nur noch wenige Cent vom 52-Wochen-Tief bei 47,69 Euro. Ein Durchbrechen dieser Unterstützung könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Dass gerade jetzt ein Großinvestor zugreift, könnte als Versuch gewertet werden, diesen Boden zu verteidigen.

Fundamental stützt sich die Hoffnung der Bullen auf solide Geschäftszahlen. Im dritten Quartal übertraf PayPal mit einem Umsatz von 8,42 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,34 US-Dollar die Erwartungen.

Analysten sind gespalten

Trotz des institutionellen Einstiegs bleibt das Bild an der Wall Street uneinheitlich. Während das durchschnittliche Kursziel der Analysten bei 71,54 US-Dollar liegt – was ein erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert –, gehen die Meinungen zur künftigen Strategie auseinander:
* Skeptiker: Häuser wie Morgan Stanley halten an ihrer „Sell“-Einstufung fest und zweifeln an der Geschwindigkeit des Turnarounds.
* Optimisten: Susquehanna senkte zwar das Kursziel, bestätigte aber am 8. Januar das „Positive“-Rating.

Die Situation läuft auf eine klare Konfrontation hinaus: Auf der einen Seite steht die fundamentale Skepsis vieler Marktteilnehmer, auf der anderen Seite die Überzeugung kapitalstarker Investoren, dass der Ausverkauf überzogen ist. Die kommenden Quartalszahlen, für die ein Gewinn je Aktie von rund 1,29 US-Dollar erwartet wird, dürften entscheiden, ob der mutige Einstieg der Commerzbank das richtige Timing hatte.

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