BASF muss nach den vorläufigen 2025er-Zahlen Erwartungen neu sortieren lassen – und das spiegelt sich auch in den jüngsten Analystenkommentaren wider. Im Kern geht es um die Frage, ob der Chemiekonzern operativ wieder mehr Stabilität liefert, nachdem Umsatz und Ergebnis unter den ursprünglichen Prognosen lagen. Genau dieses Spannungsfeld prägt die Stimmung zum Wochenende.

Vorläufige Zahlen dämpfen Erwartungen

Die vorläufigen Geschäftszahlen vom 22. Januar gaben die Richtung vor: BASF rechnet für 2025 mit einem Umsatz von 59,7 Mrd. Euro sowie einem EBITDA vor Sondereffekten von rund 6,6 Mrd. Euro. Beides lag unter den ursprünglichen Prognosen. Als Gründe nannte das Unternehmen Währungsgegenwinde und schwächere Nachfrage – Faktoren, die in der Chemiebranche aktuell ohnehin empfindlich durchschlagen.

Diese Gemengelage erklärt auch, warum die Aktie zuletzt eher seitwärts läuft, statt einen klaren Trend auszubilden: Der Markt versucht abzuschätzen, wie belastbar die neue Ergebnisbasis ist.

Analysten werden skeptischer

Nach den Zahlen folgten Anpassungen von Analystenseite. AlphaValue/Baader Europe stufte die Aktie am 29. Januar auf „Reduce“ herab. JPMorgan positionierte sich bereits am 27. Januar mit „Underweight“ und einem Kursziel von 36 Euro.

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Damit ist die Tonlage zum Monatsende klar: Vorsicht. Gleichzeitig stellt sich für viele Anleger die praktische Frage: Wie viel von dieser Skepsis steckt bereits im Kurs?

Wichtige Fakten zur Einordnung (Stand: Freitagsschlusskurs):
- Schlusskurs Freitag: 45,96 €
- 12 Monate: -2,78%
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -14,86%
- Abstand zum 52-Wochen-Tief: +15,59%

Diese Themen könnten als Nächstes bewegen

Da heute (Samstag) nicht gehandelt wird, richtet sich der Blick auf die nächsten, greifbaren Treiber:

  • Operative Stabilität: Nach der gemeldeten Betriebsunterbrechung im Steamcracker in Ludwigshafen (18. Januar) achten Investoren auf Signale, dass die Produktion wieder reibungslos läuft. Störungen an Verbundstandorten sind für den Markt ein sensibles Thema.
  • Digitalisierung/Struktur: Im ersten Quartal 2026 soll ein neuer globaler „Digital Hub“ in Hyderabad eröffnen. Entscheidend wird sein, ob sich daraus messbare Effizienzfortschritte ableiten lassen.
  • Dividendenfokus Richtung Frühjahr: Mit Blick auf die Dividendensaison dürfte die erwartete Dividendenrendite von rund 5% (Schätzstand 31.01.2026) wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Unterm Strich bleibt die Lage für den Sektor anspruchsvoll – und BASF muss nach den revidierten Erwartungen nun vor allem über operative Verlässlichkeit überzeugen. Ein konkreter Prüfstein dafür wird sein, ob nach der Unterbrechung in Ludwigshafen eine stabile Normalisierung gelingt, während im ersten Quartal 2026 parallel der neue Digital-Hub anläuft.

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