Die Talfahrt bei PayPal scheint kein Ende zu nehmen. Nachdem enttäuschende Prognosen und verfehlte Quartalszahlen den Aktienkurs massiv unter Druck gesetzt haben, folgt nun der nächste Rückschlag. Eine Anwaltskanzlei prüft potenzielle Verstöße gegen das Wertpapierrecht – der Vorwurf wiegt schwer und verunsichert Anleger zusätzlich.

Der Vorwurf der Täuschung

Im Zentrum der Ermittlungen durch die Kanzlei Levi & Korsinsky steht die Kommunikation des Zahlungsdienstleisters gegenüber seinen Aktionären. Untersucht wird, ob das Management über die sich verschlechternden Geschäftstrends informiert war, diese aber nicht rechtzeitig offenlegte. Besonders brisant ist der Zeitraum vor der jüngsten Prognoseanpassung: Noch im dritten Quartal 2025 hatte die Führungsebene keine Anzeichen für die drastische Korrektur erkennen lassen, die nun folgte.

Auslöser der juristischen Prüfung ist der Ausblick vom 3. Februar 2026, der die Finanzwelt kalt erwischt hat. PayPal stellte für das laufende Jahr sinkende Transaktionsmargen und ein bereinigtes Ergebnis in Aussicht, das im besten Fall leicht positiv, im schlechtesten Fall rückläufig sein wird. Diese Kehrtwende steht in starkem Kontrast zu den bisherigen Erwartungen.

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Wettbewerb und Wachstumssorgen

Die fundamentalen Daten untermauern die Skepsis des Marktes. Im vierten Quartal 2025 verfehlte PayPal mit einem Umsatz von 8,68 Milliarden US-Dollar die Konsensschätzungen der Analysten. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen selbst räumte ein, dass das wichtige Kerngeschäft mit dem "Branded Checkout" schwächelt und das Volumenwachstum deutlich nachgelassen hat.

Als Gründe für die düsteren Aussichten führt das Management drei Hauptfaktoren an:
* Ein schwächeres Wachstum im Checkout-Bereich.
* Ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld.
* Massiver Konkurrenzdruck durch andere Anbieter im digitalen Zahlungsverkehr.

Die Börse reagierte auf diese Gemengelage mit einem Abverkauf, der die Aktie erst am 12. Februar auf ein neues 52-Wochen-Tief bei 32,94 Euro drückte. Mit einem Kursverlust von über 54 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten spiegelt der Chart das verloren gegangene Vertrauen deutlich wider.

Für den einstigen Platzhirsch der Payment-Branche hat sich die Lage damit drastisch zugespitzt. Anleger sehen sich nun nicht nur mit operativen Problemen und sinkenden Marktanteilen konfrontiert, sondern müssen auch das Risiko einer möglichen langwierigen rechtlichen Auseinandersetzung einkalkulieren.

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